Feuchtbiotop Daverden

Foto: NABU Kreisverband Verden e.V.
Foto: NABU Kreisverband Verden e.V.

Der Naturschutzbund (NABU) Gruppe Langwedel hat auf Wunsch auf dem privaten Grundstück des ehemaligen Daverdener Bürgers Cord Klee, der jetzt in Tarmstedt lebt, ein Feuchtbiotop angelegt.
 Dieses Feuchtbiotop in der Daverdener Marsch, das als Amphibiengewässer angelegt wurde, soll nicht nur dem Weißstorch in Daverden als Nahrungsquelle dienen, sondern auch anderen ans Wasser gebundenen Lebewesen einen neuen Lebensraum geben.
 Der Teich besteht eigentlich aus zwei voneinander unabhängigen Wasserflächen. Der eine flachere Teich mit gut einem Meter Tiefe wird im wesentlichem vom Oberflächenwasser versorgt, wogegen der andere, tiefere Teich mit etwa anderthalb Meter Tiefe auch vom Quell- Grundwasser versorgt wird.
 Übrigens hat man bei allen guten Vorsätzen doch ein bisschen Zeit gebraucht, um das Biotop anzulegen. Und das kam so: Im Juni 2008 stellten die Naturschützer einen Bauantrag beim Landkreis Verden, der auch genehmigt wurde.
 Im September 2008 unternahm man eine „Probe-Baggerung", um die Bodenstruktur zu erkennen. Mutter-/Klei- sowie Lehmboden traten zu Tage; Grundwasser war bis zu einer Tiefe von zwei Metern noch nicht zu entdecken.

Das große Problem war die Entsorgung des Aushubes. Da die Daverdener Marsch als Hochwasserüberschwemmungsgebiet ausgewiesen ist, durfte man den Aushub nicht einfach auf einer Fläche in der Nähe lassen. Dank der langjährigen Kontakte zu der Wasserbaubehörde beim Landkreis fanden die Naturschützer einen gemeinsamen Weg mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Hier konnte man den Aushub prima für eine Deichbaumaßnahme gebrauchen.
 Dann ging alles ganz schnell. Mit dem ortsansässigen Lohnunternehmer Kurt Bornkamp, der schon viele Gewässer für den NABU im Bereich des Flecken Langwedel angelegt hat, konnte auch kurzfristig das passende Zeitfenster gefunden werden und die Arbeit begannen, nach gut einer Woche war man fertig.
 Zu erledigen waren: Vermessen der Teichfläche, Entfernung der Vegetationsdecke, Beseitigung des Mutterbodens. Innerhalb von drei Tagen wurden rund 1000 cbm zur Deichbaustelle gebracht. Anschließend mussten noch die Wirtschaftswege vom Kleiboden gereinigt werden.
 Versteht sich, dass die NABU-Leute dem Wasser- und Bodenverband Staustufe Langwedel für die Benutzung der Verbandseigenen Wege dankbar sind, ebenso wie dem Flecken Langwedel, der die Maßnahme finanziert hat.

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