Wir über uns

Die Mission des NABU

Natur beobachten und schützen.  Foto: A. von Brill
Natur beobachten und schützen. Foto: A. von Brill

 

Der NABU setzt sich im Landkreis Verden auf vielfältige Weise für die Natur ein. Zu unserer Arbeit gehören praktische Maßnahmen wie Landschaftspflege, das Anlegen und Pflegen von Biotopen und der Dialog mit öffentlichen und privaten Stellen. 

  

Sie möchten gerne mitmachen? Schauen Sie einfach auf einem Treffen unserer örtlichen Gruppen vorbei!

 

Termine auf einen Blick

NABU-Jobbörse


Landtagswahl: Wir stellen Fragen an die Kandidierenden!

Gefragt haben wir:

 

Verden:

Dörte Liebetruth (SPD)

Hella Bachmann (CDU)

Lennart Quiring (Grüne)

Christoph Pein (FDP)

Claus Wiechmann (AfD) Bisher keine Antwort

Maik Smidt (Linke)

Ina Sander (Freie Wähler) Bisher keine Antwort

Hergen Ramme (Volt) 

 

Rotenburg:

Eike Holsten (CDU)

Tobias Koch (SPD)

Bettina Schwing (Grüne)

Henning Cordes (FDP) Bisher keine Antwort

Marie- Thérèse Kaiser (AfD) Bisher keine Antwort

Jürgen Baumgartner (Linke) Bisher keine Antwort

Michael Urban (Freie Wähler) Bisher keine Antwort

 

Das haben wir gefragt:

 

1. Leider sind im Jagdrecht immer noch viele Arten enthalten, die gefährdet und in der Roten Liste Niedersachsens enthalten sind und damit bejagt werden dürfen, wie z.B. Krickente und Rebhuhn.  Werden Sie sich dafür einsetzen, das Jagdrecht dahingehend zu reformieren, dass alle Arten der aktuellen Roten Listen nicht mehr bejagt werden dürfen?

 

2. Wie stehen Sie zum Thema Wölfe in Niedersachsen?

 

3. Der Grundwasserspiegel sinkt an vielen Stellen immer weiter ab. Ursache dafür ist der Klimawandel, die  Trinkwasserförderung sowie die legale und illegale Förderung von Grundwasser für die Beregnung von Gärten und landwirtschaftlichen Flächen. Was wollen Sie tun, um dem Entgegen zu wirken.  

 

4. Der NABU fordert seit Jahren anhand eines Maßnahmenkatalogs zum Wassermengenmanagement u.a. Wasserhaltungsmaßnahmen an Gräben und Fließgewässern, die zur dringend benötigten Grundwasserneubildung führen. Als kostenlose Sofortmaßnahme sind ökologisch belassene Uferbereiche und Randstreifen erforderlich, die ein schnelles Abfließen des Wassers verhindern. Werden Sie sich  dafür einsetzen, dass die Wasserverbände gesetzlich dazu verpflichtet werden,  die  Gräben und Fließgewässer so dem Klimawandel anzupassen?

 

5. Moore sind große Kohlendioxidspeicher. Werden Sie sich für eine Wiedervernässung der Moore in Niedersachsen einsetzen? 

 

6. Von Waldbesitzern wurde kürzlich ein Öffnen der Wälder für den Bau von Windenergieanlagen gefordert. Wie stehen Sie dazu?

 

Die Antworten:

 

Die gemeinsame Antwort von

Hella Bachmann und Eike Holsten (CDU)

für die Wahlkreise VER und ROW

 

1. Leider sind im Jagdrecht immer noch viele Arten enthalten, die gefährdet und in der Roten Liste Niedersachsens enthalten sind und damit bejagt werden dürfen, wie z.B. Krickente und Rebhuhn.  Werden Sie sich dafür einsetzen, das Jagdrecht dahingehend zu reformieren, dass alle Arten der aktuellen Roten Listen nicht mehr bejagt werden dürfen?

 

 

Grundsätzlich leistet unsere Jägerschaft einen maßgeblichen Beitrag zum Wohl des Wildes und zum Erhalt seiner Lebensräume sowie zum Schutz der Kulturlandschaft. Die vom NLWKN herausgegebene Rote Liste beschreibt Gefährdungssituationen, die bei den verschiedenen Arten sehr unterschiedlich bewertet wird, z.B. 18 % bei den Wanzen und 90 % bei den Armleuchteralgen. Wir würden also bei einer solchen Spanne bei einer Reformierung des Jagdrechts sehr genau und individuell schauen müssen, wie es sich mit den einzelnen Arten verhält. 

 

2. Wie stehen Sie zum Thema Wölfe in Niedersachsen? 

 

Im Jahr 2000 wurde der Wolf das erste Mal in Deutschland nachgewiesen und seitdem begleitet und dokumentiert. Das Ergebnis dieser Beobachtung ist deutlich: Seit dem Beginn des Monitorings ist die Anzahl der Wölfe stetig um 30 Prozent pro Jahr gestiegen. Meldungen von vermehrten Übergriffen auf Nutztiere und Sichtungen von Wölfen in dicht besiedelten Gebieten tragen gleichzeitig zur Verunsicherung innerhalb der Bevölkerung bei. Besonders im ländlichen Raum führt die wachsende Wolfspopulation vermehrt zu Konflikten. Wir möchten dieser Verunsicherung entgegenwirken, indem wir ein aktives Wolfsmanagement im Einklang mit dem Artenschutz etablieren. Unsere Ansätze sind: 

- Herdenschutzmaßnahmen zum Schutz gegen Wolfrisse weiterentwickeln, Förderobergrenzen und -inhalte aufheben oder ergänzen und die Regeln zur Beweislast vereinfachen. 

- uns für eine wissenschaftlich fundierte und valide Überarbeitung der Kriterien für die regelmäßigen Monitoringberichte einsetzen, damit diese künftig die Reproduktions- und Anpassungsfähigkeit wie auch das Wanderverhalten von Wölfen für eine valide Bewertung stärker berücksichtigen. 

- uns dafür einsetzen, dass kurzfristig alle Parameter des günstigen Erhaltungszustands des Wolfs für Deutschland klar definiert werden und eine Untergrenze festgelegt wird, die auch regionalspezifische Aspekte berücksichtigt. 

- vom Bund fordern, den günstigen Erhaltungszustand des Wolfs für Deutschland oder einzelne Bundesländer festzustellen, sodass ein aktives Wolfsmanagement im Einklang mit dem Artenschutz in Niedersachsen erfolgen kann. 

- uns dafür einsetzen, dass der Wolf europarechtskonform in das Jagdgesetz aufgenommen wird. 

- im Sinne des Artenschutzes die Auswirkungen des Wolfs auf andere Wildtiere und die Barrierewirkung von wolfsabweisenden Zäunen auf das Wander- und Ausbreitungsverhalten anderer Tierarten untersuchen. 

- uns dafür einsetzen, dass sturmflut- und hochwassergefährdete Küstenregionen zur wolfsfreien Zone erklärt werden und hier der Wolf grundsätzlich entnommen wird. Weidetiere sorgen für den Schutz der Deiche. Wolfsrisse von Schafen führen nicht zuletzt dazu, dass die Festigkeit der Deiche und somit der Schutz der Küsten verloren geht. Dem wollen wir entgegenwirken. 

 

3. Der Grundwasserspiegel sinkt an vielen Stellen immer weiter ab. Ursache dafür ist der Klimawandel, die  Trinkwasserförderung sowie die legale und illegale Förderung von Grundwasser für die Beregnung von Gärten und landwirtschaftlichen Flächen. Was wollen Sie tun, um dem Entgegen zu wirken.  

 

Wir legen einen besonderen Schwerpunkt auf das Wasser. Es ist die Grundlage allen Lebens. Wir brauchen eine langfristige Strategie, die private wie wirtschaftliche und industrielle Nutzung regelt. Hier spielen neue und nachhaltige Technologien und Methoden eine Schlüsselrolle. „Water Re-Use“, die intelligente Wasserwiederverwendung, ist ein wesentliches Element, um Wasserknappheit zu 

verhindern und vorzubeugen. Die Folgen des Klimawandels werden in der Debatte über die Versorgungssicherheit mit Trinkwasser spürbar. Wir möchten daher: 

- den Wasserschutz als landespolitische Querschnittsaufgabe definieren. 

- durch Beratung und Kontrolle der Vorgaben aus dem Düngerecht die Qualität von Grund- und Trinkwasser signifikant verbessern. 

- den erfolgreichen und kooperativen Gewässerschutz in Niedersachsen ausbauen. 

- die vierte Reinigungsstufe bei Kläranlagen landesweit einführen. 

- die Wiederverwendung von Abwasser und Brauchwasser (Re-Use) fördern. 

- in Genehmigungsverfahren systematisch Grundwasserspeicher schützen. Die Versorgungskonzepte der Trinkwasserversorgung müssen angepasst werden. Damit dies möglich ist, werden wasserrechtliche Verfahren deutlich schneller durchgeführt. In Zeiten von Wasserknappheit werden wir die Verschwendung von Trinkwasser einschränken. 

- Maßnahmen zur Verbesserung des regionalen Wassermengen-Managements einführen. Dafür werden wir die rechtlichen Voraussetzungen und eine finanzielle Förderung solcher Konzepte und konkreter Maßnahmen schaffen. 

 

4. Der NABU fordert seit Jahren anhand eines Maßnahmenkatalogs zum Wassermengenmanagement u.a. Wasserhaltungsmaßnahmen an Gräben und Fließgewässern, die zur dringend benötigten Grundwasserneubildung führen. Als kostenlose Sofortmaßnahme sind ökologisch belassene Uferbereiche und Randstreifen erforderlich, die ein schnelles Abfließen des Wassers verhindern. Werden Sie sich  dafür einsetzen, dass die Wasserverbände gesetzlich dazu verpflichtet werden,  die  Gräben und Fließgewässer so dem Klimawandel anzupassen?

 

 

Der Niedersächsische Weg hat uns gezeigt, dass wir viele Meinungen und Interessen zusammenbringen müssen. Wir glauben dabei an die Vernunft der Menschen und setzen neben den notwendigen Regelungen auf Kooperation, Konsens und Eigenverantwortung. Mit dieser Vereinbarung von Naturschutz- und Umweltverbänden auf der einen und Landwirtinnen und Landwirten auf der anderen Seite setzen wir auf Anreize statt nur auf das Ordnungsrecht. In vielen Bereichen haben wir bereits gezeigt, dass mit diesem Weg noch viel mehr zu erreichen ist. Die Aufwertung von Gewässerrandstreifen haben wir in unser Grundsatzprogramm aufgenommen. Wir wollen ein Netz von intelligenter Wasserhaltung aufbauen. Um auch in Zukunft ganzjährig genügend Wasser in der Fläche zu haben, müssen wir das Wassermanagement neu denken. Die hydraulische Leistungsfähigkeit der Gräben sowohl für trockene Zeiten aus auch zum Hochwasserschutz flexibel regulieren. Die Kooperationen von Beregnungs- und Unterhaltungsverbänden, Wasserversorgern und Kreisen zum Wassermanagement und zur Umsetzung der Wasserversorgungskonzepte müssen wir fördern. Wir brauchen regionale Konzepte, wie für den Bereich der Trinkwasserförderung um Verden und Kirchlinteln. Einen wichtigen Schritt ist dabei die CDU im Landkreis bereits gegangen: wir haben einen Antrag zum regionalen Wassermanagement erarbeitet, der just im Kreisausschuss beraten wurde. In der Regie des Landkreises werden jetzt gemeinsame Aktionsziele für ein regionales Wassermanagement definiert und umgesetzt, damit den Folgen des Klimawandels regional begegnet und vorgebeugt werden kann. 

 

5. Moore sind große Kohlendioxidspeicher. Werden Sie sich für eine Wiedervernässung der Moore in Niedersachsen einsetzen? 

 

Ja, neben einer Wiedervernässung der Moore streben wir ein klima- und umweltgerechtes Flächenmanagement an. Zusammenhängende Gebiete können so renaturiert und natürlicher Nutzung zugeführt werden. U.a. möchten wir Brachflächenimmobilien besser umnutzen und Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen konzentrieren, um bestehende Flächen weiter aufzuwerten. In Verbindung mit dem Niedersächsischen Weg bieten sich dafür Gewässerrandstreifen an. Wir haben aber auf der anderen Seite auch diejenigen im Blick, die im Moorbereich wohnen und deren Interessen hinsichtlich ihres Wohnraumes ebenfalls Berücksichtigung finden müssen. 

 

6. Von Waldbesitzern wurde kürzlich ein Öffnen der Wälder für den Bau von Windenergieanlagen gefordert. Wie stehen Sie dazu?

 

Mit einigen Änderungen wurde das Landesraumordnungsprogramm erneuert. Neu ist nun: Wald kann für die windenergetische Nutzung unter Berücksichtigung seiner vielfältigen Funktionen und seiner Bedeutung für den Klimaschutz in Anspruch genommen werden. In Landschaftsschutzgebieten und Naturparken kann die Inanspruchnahme von geeigneten Waldflächen für die Windenergienutzung nach Maßgabe der §§ 26 und 27 BNatSchG geprüft werden. Soweit Waldstandorte für die Nutzung von Windenergie in Anspruch genommen werden sollen, sollen zunächst mit technischen Einrichtungen oder Bauten vorbelastete Flächen oder mit Nährstoffen vergleichsweise schwächer versorgte forstliche Standorte genutzt werden. Damit wird eine Nutzung nicht generell freigegeben, aber auch nicht mehr überall ausgeschlossen. Waldbesitzer können zukünftig Einnahmen aus Windenergie nutzen, um den Wald wieder aufzuforsten. Auch dieser Aspekt gehört zum Naturschutz dazu. 

 

Antwort von Tobias Koch (SPD) Wahlkreis ROW

 

 

1. Leider sind im Jagdrecht immer noch viele Arten enthalten, die gefährdet und in der Roten Liste Niedersachsens enthalten sind und damit bejagt werden dürfen, wie z.B. Krickente und Rebhuhn.  Werden Sie sich dafür einsetzen, das Jagdrecht dahingehend zu reformieren, dass alle Arten der aktuellen Roten Listen nicht mehr bejagt werden dürfen?

 

Für mich als jagdlichen Laien ist es nicht nachvollziehbar, dass es für gefährdete Tierarten eine Jagdzeit gibt. Es sollten nur Arten bejagt werden, deren Populationen aus Gründen der Landeskultur und ökologischer Erfordernisse reguliert werden müssen. Die genannten Arten Rebhuhn und Krickente werden in der aktuellen niedersächsischen Roten Liste auf der Vorwarnliste bzw. als regional gefährdet (Krickente) und als stark gefährdet (Rebhuhn) geführt. Auch bei der Jagd auf Zugvögel müssen hohe Maßstäbe angelegt werden, da uns sonst die Verurteilung der Zugvogeljagd in südeuropäischen und nordafrikanischen Ländern nicht zustünde.

 

2. Wie stehen Sie zum Thema Wölfe in Niedersachsen?

 

Leider ist um das Thema Wolf eine sehr polarisierte und hoch emotionale Kontroverse entbrannt, vom Schutz jedes einzelnen Individuums auf der einen und völliger Ablehnung der Rückkehr des Wolfes auf der anderen Seite. Eine Instrumentalisierung für politische Zwecke lässt sich ebenfalls erkennen. Beispielsweise hat manch einer plötzlich seine Liebe für die Weidehaltung entdeckt, der sie vor dem Wolf noch als unzeitgemäß erachtete. Es muss zu einer Versachlichung und Betrachtung unter ökologischen Gesichtspunkten kommen. In anderen europäischen Ländern scheint der Umgang deutlich entspannter. Ein günstiger Erhaltungszustand des Wolfes ist zwar noch nicht auf Deutschland bezogen erreicht, wohl aber in Regionen. Hier sind Weidetierhalter wirklich in Not und einfache Antworten nicht angemessen. Auch darf es nicht zur Gewöhnung des Wolfes an den Menschen kommen. 

 

3. Der Grundwasserspiegel sinkt an vielen Stellen immer weiter ab. Ursache dafür ist der Klimawandel, die  Trinkwasserförderung sowie die legale und illegale Förderung von Grundwasser für die Beregnung von Gärten und landwirtschaftlichen Flächen. Was wollen Sie tun, um dem Entgegen zu wirken.  

 

Zukünftig wird deutlich mehr Transparenz im Umgang mit dem überlebenswichtigen Gut Grundwasser erforderlich sein! Den Landkreisen kommt hier eine wichtige Rolle zu. Im Landkreis ROW haben wir in diesem Jahr ein landkreisweites hydrogeologisches Gutachten zur Erstellung eines Wasserbewirtschaftungskonzeptes auf den Weg gebracht. Im Landkreis Diepholz gibt es Projekte zur Digitalisierung der Wasserentnahme. Es darf zukünftig keine Grauzonen mehr geben.

 

4. Der NABU fordert seit Jahren anhand eines Maßnahmenkatalogs zum Wassermengenmanagement u.a. Wasserhaltungsmaßnahmen an Gräben und Fließgewässern, die zur dringend benötigten Grundwasserneubildung führen. Als kostenlose Sofortmaßnahme sind ökologisch belassene Uferbereiche und Randstreifen erforderlich, die ein schnelles Abfließen des Wassers verhindern. Werden Sie sich  dafür einsetzen, dass die Wasserverbände gesetzlich dazu verpflichtet werden,  die  Gräben und Fließgewässer so dem Klimawandel anzupassen?

 

Mit der EU-Wasserrahmenrichtlinie und dem Niedersächsischen Weg gibt es bereits gute, verbindliche Vorgaben zum Schutz und zur naturnahen Entwicklung unserer Fließgewässer. Diese gilt es nun auch ernsthaft umzusetzen!

 

5. Moore sind große Kohlendioxidspeicher. Werden Sie sich für eine Wiedervernässung der Moore in Niedersachsen einsetzen? 

 

Es ist inzwischen unbestritten, dass den niedersächsischen Mooren eine besondere Bedeutung zukommt bei der Erreichung der Klimaschutzziele. Je höher der Wasserstand unter Flur, desto geringer der CO2-Ausstoß. Der Torfabbau läuft in Niedersachsen inzwischen aus. Nun gilt es, die Landwirtschaft auf Moorböden klima- und naturschonend umzugestalten. Es bleibt eigentlich kaum noch Zeit für freiwillige Maßnahmen. Aufgabe des Landes wird es sein, EU- und Bundesmittel für Landwirte, die moorschonende Bewirtschaftungsformen unter Wasserstandsanhebungen realisieren, zu generieren.

 

6. Von Waldbesitzern wurde kürzlich ein Öffnen der Wälder für den Bau von Windenergieanlagen gefordert. Wie stehen Sie dazu?

 

Niedersachsen liegt mit 25,3% Waldanteil an viertletzter Stelle unter den Bundesländern, die Landkreise Verden mit 13,3% und der Landkreis ROW mit 14,5% noch einmal deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Aufgrund dieser geringen Flächenanteile und ihrer hohen ökologischen Bedeutung sollten Wälder Tabuzonen für Windenergieanlagen sein! Erst, wenn die Ausbauziele über andere Flächenanteile nicht erreichbar sein sollten, macht es evtl. Sinn, über Wälder als Standort nachzudenken.

 

 

Antwort von Maik Smidt (LINKE) Wahlkreis VER

 

 1. Leider sind im Jagdrecht immer noch viele Arten enthalten, die gefährdet und in der Roten Liste Niedersachsens enthalten sind und damit bejagt werden dürfen, wie z.B. Krickente und Rebhuhn.  Werden Sie sich dafür einsetzen, das Jagdrecht dahingehend zu reformieren, dass alle Arten der aktuellen Roten Listen nicht mehr bejagt werden dürfen?

 

Ein ganz klares "Ja". Wir haben auch dazu den Punkt in unserem Wahlprogramm: Jagdausübung ausschließlich nach ökologischen Prinzipien, keine „Lustjagdveranstaltungen“ für Prominente. (oder Trophäenjäger*innen)

 

2. Wie stehen Sie zum Thema Wölfe in Niedersachsen? 

 

2. Wir wollen den Wolfsbestand sichern. Eine Dezimierung des Wolfbestandes lehnen wir ab. Wir wollen präventive Schutzmaßnahmen für Landwirte treffen und für einen vollständigen Schadensausgleich von Wolfsriss betroffener Landwirte sorgen.

 

3. Der Grundwasserspiegel sinkt an vielen Stellen immer weiter ab. Ursache dafür ist der Klimawandel, die  Trinkwasserförderung sowie die legale und illegale Förderung von Grundwasser für die Beregnung von Gärten und landwirtschaftlichen Flächen. Was wollen Sie tun, um dem Entgegen zu wirken.  

 

3. An dieser Stelle haben unter andere wir folgende Punkte in unserem Programm:

- Eine Regulierung der Grundwasserentnahme durch die Industrie und in gefährdeten Gebieten auch durch die Landwirtschaft.

  • Verbot von Erdgasförderung durch Fracking und auch die Erdölförderung sorgt für eine Vergiftung des Trinkwassers. Hier muss die Industrie in die Verantwortung genommen werden.

 

4. Der NABU fordert seit Jahren anhand eines Maßnahmenkatalogs zum Wassermengenmanagement u.a. Wasserhaltungsmaßnahmen an Gräben und Fließgewässern, die zur dringend benötigten Grundwasserneubildung führen. Als kostenlose Sofortmaßnahme sind ökologisch belassene Uferbereiche und Randstreifen erforderlich, die ein schnelles Abfließen des Wassers verhindern. Werden Sie sich  dafür einsetzen, dass die Wasserverbände gesetzlich dazu verpflichtet werden,  die  Gräben und Fließgewässer so dem Klimawandel anzupassen?

 

4. Zu diesem Thema bin in nicht tief genug in der Materie, um hier eine seriöse Antwort gegen zu können, sorry. Ich würde mich über die Wirksamkeit der Sofortmaßnahmen gern mit Ihnen austauschen und Informationen erhalten. Nach meinem jetztigen Wissensstand würde ich hier aber klar zustimmen.

 

5. Moore sind große Kohlendioxidspeicher. Werden Sie sich für eine Wiedervernässung der Moore in Niedersachsen einsetzen?  

 

5. Ja, wir fordern die in unserem Programm die Entwicklung und Umsetzung eines Programms zur Renaturierung von Mooren. Zugleich fordern wir ein Aufforstungsprogramm. Dadurch kann wirksam auf natürliche Weise CO2 gespeichert werden.

 

6. Von Waldbesitzern wurde kürzlich ein Öffnen der Wälder für den Bau von Windenergieanlagen gefordert. Wie stehen Sie dazu? 

 

6. Bei dieser Frage hätte ich vor Kurzem noch mit einem: "Ich bin dagegen den Wald dafür zu öffnen" geantwortet. Allerdings war ich kürzlich auf einer Podiumsdiskussion mit Lennart von den Grünen, der dort sehr schön erklärte, dass es ja nicht so sein wird, dass hier dichte, schöne Urwälder dafür angeholzt werden, sondern es ja auch in Wäldern viele freie Flächen gibt, die dafür geeignet wären.

Daher halte ich es grundsätzlich, auch ob der aktuellen Energiesituation für vertretbar Windenergieanlage an freien Flächen in Wäldern zu bauen.

Allerdings bin ich grundsätzlich der Meinung, dass Energie in öffentliche Hand sollte und der Bau von Windenergie in Wäldern nicht dazu führen darf, dass die Waldbesitzer sich eine goldene Nase verdienen. Die Wirtschaft sollte dem Wohle des Volkes und nicht Einzelner dienen.

 

 

Antwort von Christoph Pein (FDP) Wahlkreis VER

 

 1. Leider sind im Jagdrecht immer noch viele Arten enthalten, die gefährdet und in der Roten Liste Niedersachsens enthalten sind und damit bejagt werden dürfen, wie z.B. Krickente und Rebhuhn. Werden Sie sich dafür einsetzen, das Jagdrecht dahingehend zu reformieren, dass alle Arten der aktuellen Roten Listen nicht mehr bejagt werden dürfen?

 

Wenn Arten auf der roten Liste stehen, ist ihr Gesamtbestand nicht stabil. Regional kann es trotzdem große Bestände geben, die dann natürlich auch gejagt werden (müssen). Ein generelles Jagdverbot, bloß weil die Tiere auf der Liste stehen, wäre ein völlig falscher Weg und würde dem ausgewogenen Artenschutz aktiv behindern

Unsere Jäger sind aktive und staatlich geprüfte Naturschützer und verdienen Vertrauen. Wir fordern ein modernes Wildtiermanagement, das in engen Grenzen auch eine Bejagung von Arten zulässt, die unter besonderem Schutz stehen. Dies betrifft besonders Wolf, Kormoran und Biber ermöglicht. Auch für die Gänseplagen in Teilen Nordost-Niedersachsens braucht es Lösungen über das Jagdrecht.

 

2. Wie stehen Sie zum Thema Wölfe in Niedersachsen?

 

Mit der Ansiedlung des Wolfs gehen auch schwerwiegende Probleme einher. Die Übergriffe auf Nutztiere haben in den vergangenen Jahren enorm zugenommen, so dass mittlerweile schon 1.000 Schafe gerissen wurden, von denen sich rund 400 hinter einem so genannten „wolfssicheren Grundschutz“ befanden. Außerdem sind nachweislich 45 Rinder dem Wolf zum Opfer gefallen, obwohl Rinder im Herdenverbund - wie auch Pferde - als „ausreichend“ geschützt gelten. 

Das Populationswachstum des Wolfes liegt bei rund 35% und wird dafür sorgen, dass ohne Eingriff diese Art von Vorfällen in der Zukunft noch rapide ansteigen werden. Das Land braucht deshalb dringend einen funktionierenden Wolfsmanagementplan, um den Weidetierhaltern im Land eine Zukunft zu geben.

 

3. Der Grundwasserspiegel sinkt an vielen Stellen immer weiter ab. Ursache dafür ist der Klimawandel, die  Trinkwasserförderung sowie die legale und illegale Förderung von Grundwasser für die Beregnung von Gärten und landwirtschaftlichen Flächen. Was wollen Sie tun, um dem Entgegen zu wirken?

 

Wichtige Herausforderungen für die kommenden Jahre sind die Verbesserung der Abwasserbehandlung hinsichtlich der Wiederverwertung und -effizienz, die Grundwassererneuerung und die Klimaanpassung der Infrastruktur. Hier wollen wir Investitionen auch durch unkomplizierte Planungs- und Genehmigungsverfahren erleichtern und die Nutzung der Chancen der Digitalisierung forcieren. Wir werden zudem dafür Sorge tragen, dass unser Grundwasservorkommen schonend bewirtschaftet wird und sauber bleibt. Wir setzen uns darüber hinaus für Feuchtbiotope sowie für intakte Gewässer ein, weil sie für die kommunale Wasserversorgung, unsere Gesundheit und die Artenvielfalt von Bedeutung sind.

Im Landtag hat sich die FDP-Fraktion für eine bessere Wasserqualität von Werra und Weser eingesetzt, da die Salzeinleitungen in die Werra müssen konsequent reduziert werden. Wir unterstützen darüber hinaus das vereinbarte Maßnahmenpaket des Masterplan Ems und die festgelegten Zeitpläne.

 

4. Der NABU fordert seit Jahren anhand eines Maßnahmenkatalogs zum Wassermengenmanagement u.a. Wasserhaltungsmaßnahmen an Gräben und Fließgewässern, die zur dringend benötigten Grundwasserneubildung führen. Als kostenlose Sofortmaßnahme sind ökologisch belassene Uferbereiche und Randstreifen erforderlich, die ein schnelles Abfließen des Wassers verhindern. Werden Sie sich  dafür einsetzen, dass die Wasserverbände gesetzlich dazu verpflichtet werden,  die  Gräben und Fließgewässer so dem Klimawandel anzupassen?

 

Sofern diese Maßnahmen im Einvernehmen mit den Eigentümern stattfinden, spricht nichts dagegen. Einer als "kostenlosen Sofortmaßnahme" verpackten kalten Enteignung durch die Politik würden wir hingegen nicht zustimmen.

 

5. Moore sind große Kohlendioxidspeicher. Werden Sie sich für eine Wiedervernässung der Moore in Niedersachsen einsetzen? 

 

Da entwässerte Moore erheblich zum Kohlendioxid-Ausstoß beitragen, sind ambitionierte Maßnahmen bis hin zur Wiedervernässung von Moorland in dafür geeigneten Regionen notwendig sind. Vor dem Hintergrund dieser Thematik darf nicht vergessen werden, dass die systematische Entwässerung zum Teil staatlich auferlegt war und die Existenzgrundlage für tausende Familien in Niedersachsen geschaffen hat. Die geplanten Maßnahmen zur Wiedervernässung der Moore dürfen nicht zu einer kalten Enteignung der Betriebe führen, sondern müssen auch das erarbeitete Eigentum der Landwirte schützen. Es müssen Einkommensalternativen, wie beispielsweise die Kombinationsnutzung mit Flächenfotovoltaik eröffnet werden. Da Niedersachsen von allen Bundesländern am meisten von der Umstrukturierung der Moorgebiete betroffen ist, wird die Wiedervernässung der Moore in Niedersachsen entsprechende Dimensionen haben. Der erzielte Produktionswert der landwirtschaftlichen Nutzung von entwässerten Moorböden liegt in Niedersachsen auf einem hohen Niveau. Die entsprechend hohe Zahl der Arbeitskräfte in den landwirtschaftlichen Betrieben in den Niedersächsischen Moorregionen gilt es zu schützen. Wir setzen uns für Entwicklungsprogramme für die Moorregionen ein. Wir Freie Demokraten sind der Auffassung, dass die Landwirte, die in Moorgebieten wirtschaften Perspektiven, Planungssicherheit und Transparenz benötigen.

 

6. Von Waldbesitzern wurde kürzlich ein Öffnen der Wälder für den Bau von Windenergieanlagen gefordert. Wie stehen Sie dazu?

 

Es ist unumstritten, dass für eine CO2-neutrale Zukunft große Mengen erneuerbarer Energien benötigt werden, dafür müssen alle vertretbaren Potentiale genutzt werden. Wir Freie Demokraten in Niedersachsen setzen uns für einen Ausbau der erneuerbaren Energien unter Berücksichtigung der lokalen Umstände ein. Grundsätzlich müssen Windenergieanlagen auch im Wald möglich sein, womit auch der Druck auf die insgesamt auszuweisende Landesfläche für Windenergie reduziert 

wird. Dafür sollten aber vorwiegend vorbelastete und geschädigte Waldflächen in Betracht gezogen werden, intakte, zusammenhängende Waldgebiete sollten davon weiter ausgenommen bleiben. 

 

Antwort von Hergen Ramme (Volt) Wahlkreis VER

 

 1. Leider sind im Jagdrecht immer noch viele Arten enthalten, die gefährdet und in der Roten Liste Niedersachsens enthalten sind und damit bejagt werden dürfen, wie z.B. Krickente und Rebhuhn.  Werden Sie sich dafür einsetzen, das Jagdrecht dahingehend zu reformieren, dass alle Arten der aktuellen Roten Listen nicht mehr bejagt werden dürfen.

 

Ich habe bislang keine eindeutige Position zum Jagdrecht. Aber ich setze mich für Artenvielfalt ein und deswegen stehe ich einer Reform des Jagdrecht, zum Schutz der auf der roten Liste stehenden Arten, nicht ablehnend gegenüber.
 
2. Wie stehen Sie zum Thema Wölfe in Niedersachsen?
 
Ich habe bislang keine eindeutige Position zum Wolf. Ich begrüße die
Wiederansiedlung des Wolfes. Doch erkenne ich auch die Probleme, die durch Nutz- und Haustierrassen, sowie ungewollte Kontakte mit dem Wolf entstehen. Inwiefern eine Obergrenze wie in Schweden das Problem lösen kann, kann ich aktuell nicht beurteilen. Besonders aufgrund des hohen Konfliktpotenzials forder Ich und auch meine Partei Volt eine bessere  Aufklärung zum Wolf und einen Austausch mit anderen Nationen über ihren Umgang mit dem Wolf.
 
3. Der Grundwasserspiegel sinkt an vielen Stellen immer weiter ab. Ursache dafür ist der Klimawandel, die  Trinkwasserförderung sowie die legale und illegale Förderung von Grundwasser für die Beregnung von Gärten und landwirtschaftlichen Flächen. 
Was wollen  Sie tun, um dem Entgegen zu wirken.  
 
Niedersachsen ist auf ein stabiles Grundwasser angewiesen.
Deswegen setzen ich und auch die Partei Volt uns dafür ein, dass keine Entnahmerechte,
die über die Grundwasserneubildungsrate hinausgehen,
mehr genehmigt werden. Bestehende Rechte und Genehmigungen sollten
ebenfalls auf diese Bedingung überprüft werden. 
Natürlich bedarf es auch einer angemessenen Kontrolle, 
um diese Einhaltung zu gewährleisten.
Das Grundwasser darf nicht privatisiert werden.
 
4. Der NABU fordert seit Jahren anhand eines Maßnahmenkatalogs zum Wassermengenmanagement u.a. Wasserhaltungsmaßnahmen an Gräben und Fließgewässern, die zur dringend benötigten Grundwasserneubildung führen. Als kostenlose Sofortmaßnahme sind ökologisch belassene Uferbereiche und Randstreifen erforderlich, die ein schnelles 
Abfließen des Wassers verhindern. Werden Sie sich  dafür einsetzen, dass die Wasserverbände gesetzlich dazu verpflichtet werden,  die  Gräben und Fließgewässer so dem Klimawandel anzupassen?
 
Mir und Volt sind die Probleme des Wassermangels durchaus bewusst 
und wir setzen uns deshalb für die Minimierung der Einträge aus der Landwirtschaft ein,  indem Technologien gefördert werden, die eine bedarfsgerechte Düngung ermöglichen. Es sollte grundsätzlich keine Maßnahme zur Verbesserung der Situation des Grundwassers ausgelassen werden,  allerdings sollte eine Verpflichtung erst das allerletzte Mittel sein.  
 
5. Moore sind große Kohlendioxidspeicher. Werden Sie sich für eine Wiedervernässung der Moore in Niedersachsen einsetzen? 
 
Ja, wir setzen uns aufgrund der Wichtigkeit der Moore für unser Klima für Wiedervernässung von Mooren ein.  Aber da die Flächen trockengelegter Moore mittlerweile fester Bestandteil der niedersächsischen Landwirtschaft sind, 
erfordert eine Wiedervernässung die Einbeziehung der Landwirtschaft.
Deswegen fordern wir u.a. finanzielle Anreize für die Wiedervernässung 
und die Förderung der Forschung an innovativen Konzepten für wiedervernässte Moorstandorte.  Außerdem wollen wir den Torfabbau beenden.
 
6. Von Waldbesitzern wurde kürzlich ein Öffnen der Wälder für den Bau von Windenergieanlagen gefordert. Wie stehen Sie dazu?
 
Wir schließen den Bau von Windrädern in natürlichen, unbelasteten Wäldern aus, da diese eine wichtige Rolle gerade in Zeiten des Klimawandels spielen.
In vorbelasteten oder geschädigten Wäldern könnten wir uns das aber durchaus vorstellen, 
da dadurch die Waldbesitzer auch einen ökologischen Waldumbau finanzieren können. 
Dadurch könnten diese Wälder einen größeren Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels leisten. 

 

Antwort von Dörte Liebetruth (SPD) Wahlkreis VER

 

1. Leider sind im Jagdrecht immer noch viele Arten enthalten, die gefährdet und in der Roten Liste Niedersachsens enthalten sind und damit bejagt werden dürfen, wie z.B. Krickente und Rebhuhn.  Werden Sie sich dafür einsetzen, das Jagdrecht dahingehend zu reformieren, dass alle Arten der aktuellen Roten Listen nicht mehr bejagt werden dürfen?

 

 

Gefährdete und in der Roten Liste Niedersachsens enthaltene Arten sind meiner Ansicht nach zu schützen. Ich setze mich dafür ein, dass diese Arten nicht bejagt werden. Sofern eine Art im Jagdrecht enthalten ist, befürworte ich in diesem Fall eine ganzjährige Schonfrist. Darüber hinaus engagiere ich mich dafür, dass die Roten Listen Niedersachsens erneuert und aktuell gehalten werden. 

 

2. Wie stehen Sie zum Thema Wölfe in Niedersachsen?

 

Ziel ist es, dass Wölfe, Menschen und Weidetiere in Niedersachsen friedlich nebeneinander leben können. In den letzten Jahren wurde festgestellt, dass die Anzahl der Wölfe in Niedersachsen stark angestiegen ist auf inzwischen 44 Rudel und leider immer mehr Nutztiere von Wölfen gerissen werden. Der Wolf wagt sich mittlerweile auch in dicht besiedelte Orte wie Hannover vor. Damit die Akzeptanz gegenüber dem Wolf nicht noch weiter sinkt und wir ein gutes Zusammenleben zwischen Menschen und Natur erreichen können, ist es notwendig, Schritte hin zu einem besseren Wolfsmanagement zu ergreifen. Deswegen ist es aus meiner Sicht dringend notwendig, auf Bundesebene festzustellen, ob in einzelnen deutschen Regionen und bundesweit der günstige Erhaltungszustand des Wolfs mittlerweile erreicht wurde. Das künftige Wolfsmanagement soll meiner Meinung nach dem Vorbild des französischen Modells eine Untergrenze für einen sicheren Erhalt von Wolfspopulationen sicherstellen, damit Wölfe auch in Zukunft in Deutschland und Niedersachsen erhalten bleiben. Den Wolf mit einer ganzjährigen Schonfrist ins Jagdrecht zu überführen, habe ich vor dem Hintergrund des starken Populationsanstiegs unterstützt. 

 

3. Der Grundwasserspiegel sinkt an vielen Stellen immer weiter ab. Ursache dafür ist der Klimawandel, die  Trinkwasserförderung sowie die legale und illegale Förderung von Grundwasser für die Beregnung von Gärten und landwirtschaftlichen Flächen. Was wollen Sie tun, um dem Entgegen zu wirken.  

 

Ein Ansatzpunkt, den ich sehe, ist es Anreize für einen geringeren Trinkwasserverbrauch zu setzen z. B. durch eine verstärkte Nutzung von Brauchwasser. Darüber hinaus setze ich auf Maßnahmen zur dringend benötigten Grundwasserneubildung (siehe Frage 4). Wasserrechtliche Genehmigungsverfahren müssen dringend beschleunigt werden, um Rechtssicherheit zu schaffen und Beweissicherung zu erleichtern.  

 

4. Der NABU fordert seit Jahren anhand eines Maßnahmenkatalogs zum Wassermengenmanagement u.a. Wasserhaltungsmaßnahmen an Gräben und Fließgewässern, die zur dringend benötigten Grundwasserneubildung führen. Als kostenlose Sofortmaßnahme sind ökologisch belassene Uferbereiche und Randstreifen erforderlich, die ein schnelles Abfließen des Wassers verhindern. Werden Sie sich  dafür einsetzen, dass die Wasserverbände gesetzlich dazu verpflichtet werden,  die  Gräben und Fließgewässer so dem Klimawandel anzupassen?

 

Ich werde mich dafür einsetzen, dass unser Wasserrecht dem Klimawandel angepasst und Wasser verstärkt in der Fläche gehalten wird. Das Beispiel eines Waldes, der in der Nähe von Entwässerungsgräben inzwischen unzureichend mit Grundwasser versorgt ist, hat mir die Notwendigkeit einer Änderung des Wasserrechts sehr deutlich gemacht.

Das landesgeförderte Projekt AllerVielfalt unterstütze ich ausdrücklich.

Mir ist außerdem wichtig, dass wir den Niedersächsischen Weg gemeinsam fortentwickeln, in dem gemeinsam auch die Frage der Gewässerrandstreifen verhandelt wurde.  

 

5. Moore sind große Kohlendioxidspeicher. Werden Sie sich für eine Wiedervernässung der Moore in Niedersachsen einsetzen?

 

Mir ist es wichtig, dass diejenigen, die die Flächen bewirtschaften, von Beginn an mit eingebunden werden. Gemeinsam mit den Flächenbewirtschaftern möchte ich nach Wegen für eine Wiedervernässung von Mooren suchen. Für uns als SPD ist klar, dass wir für einen erfolgreichen Moor- und Klimaschutz deutlich schneller und effektiver in der werden müssen. Die Kompensation von angepasster Bewirtschaftung und CO 2-Speicherung möchte ich weiterentwickeln und –verfolgen durch die Schaffung eines Kompetenzzentrums Moorschutz mit den Schwerpunkten Entwicklung, Erprobung und Umsetzung moorschonender Nutzungskonzepte, die Entwicklung von freiwilligen Kohlenstoffzertifikaten als Finanzierungshilfe und - die Erweiterung des Niedersächsischen Weges auf die Bereiche Moor- und Klimaschutz.

 

6. Von Waldbesitzern wurde kürzlich ein Öffnen der Wälder für den Bau von Windenergieanlagen gefordert. Wie stehen Sie dazu?

 

Ich kann mir gut vorstellen, dass Flächen rund um Windräder aufgeforstet werden können. In Nutzwäldern, wo sturm- oder borkenkäferbedingt Schneisen entstanden sind, bin ich für das Öffnen der Wälder für den Bau von Windenergieanlagen offen. Hochwertige Wälder sollten nicht für den Bau von Windenergieanlagen geöffnet werden.

 

 

 

Antwort von Lennart Quiring (Grüne) Wahlkreis VER

 

1. Leider sind im Jagdrecht immer noch viele Arten enthalten, die gefährdet und in der Roten Liste Niedersachsens enthalten sind und damit bejagt werden dürfen, wie z.B. Krickente und Rebhuhn.  Werden Sie sich dafür einsetzen, das Jagdrecht dahingehend zu reformieren, dass alle Arten der aktuellen Roten Listen nicht mehr bejagt werden dürfen?

 

Tiere, die auf der Roten Liste stehen, sollten eindeutig nicht bejagt werden dürfen. Eine Ausrichtung des Jadgrechts nach ökologischen, wild­biologischen und ethischen Kriterien halte ich für richtig. Neben der Gefährdung des Bestands spielt für mich auch die anschließende vollständige Verwertung der Tierbestandteile eine Rolle. 

 

 

2. Wie stehen Sie zum Thema Wölfe in Niedersachsen?

 

Über den Wolf werden viele Schauermärchen erzählt. „Wer hat Angst vorm bösen Wolf?“ wird selbst in Kinderspielen gerufen. Kein Wunder also, dass die zunehmende Wolfspopulation in Deutschland Menschen Angst macht. Aber wir dürfen uns in der Debatte nicht von irrationalen Ängsten treiben lassen, sondern müssen mit dem Wolf wissenschafts- und faktenbasiert umgehen. Die Rückkehr des Wolfes nach Niedersachsen ist ein Erfolg des Artenschutzes und trägt selbst wiederum zum Artenschutz bei, etwa indem Wölfe einen effektiven Beitrag zur natürlichen Regulation anderer Wildtierbestände liefern. Für von Wolfsrissen betroffene Weidetierhalter*innen braucht es eine konsequente Entschädigung und die Förderung bei der Umsetzung von Präventionsmaßnahmen. Nur in Ausnahmefällen unterstütze ich die gezielte Entnahme einzelner Wölfe, insbesondere, wenn sie nachweislich ihre natürliche Scheu vor Menschen verloren haben.

 

3. Der Grundwasserspiegel sinkt an vielen Stellen immer weiter ab. Ursache dafür ist der Klimawandel, die  Trinkwasserförderung sowie die legale und illegale Förderung von Grundwasser für die Beregnung von Gärten und landwirtschaftlichen Flächen. Was wollen Sie tun, um dem Entgegen zu wirken.  

 

Wir müssen unser Grundwasser vor Belastungen schützen und seinen Spiegel im Rahmen eines übergreifenden Wassermanagements stabilisieren, damit dieser nicht weiter absinkt. Wesentlich wird dabei sein, das Grundwasser sowohl in Städten als auch im ländlichen Raum besser versickern zu lassen, statt es über Entwässerungsgräben möglichst schnell der Fläche zu entziehen. Zudem wollen wir Waldtypen fördern, die besonders zur Grundwasserneubildung beitragen. Um sparsam mit Grundwasser umzugehen, braucht es die vermehrte Anwendung von Tröpfchenberegnungstechnik und Grauwassernutzung. Den Landkreisen möchten wir bei Genehmigungsverfahren zur Grundwasserentnahme die Mög­lichkeit eines vorsorglichen Klima­puffers einräumen.

Nicht zuletzt gilt es, den Klimawandel konsequent zu begrenzen, 2035 klimaneutral zu werden und damit die Wahrscheinlichkeit längerer Dürreperioden nicht über das jetzt schon nicht mehr zu vermeidende Maß hinaus zu erhöhen.

 

 

4. Der NABU fordert seit Jahren anhand eines Maßnahmenkatalogs zum Wassermengenmanagement u.a. Wasserhaltungsmaßnahmen an Gräben und Fließgewässern, die zur dringend benötigten Grundwasserneubildung führen. Als kostenlose Sofortmaßnahme sind ökologisch belassene Uferbereiche und Randstreifen erforderlich, die ein schnelles Abfließen des Wassers verhindern. Werden Sie sich  dafür einsetzen, dass die Wasserverbände gesetzlich dazu verpflichtet werden,  die  Gräben und Fließgewässer so dem Klimawandel anzupassen?

 

 

Die Forderung ist sehr richtig. Wir setzen uns für die Wasserrückhaltung in der Fläche ein. Im Bezug auf Fließgewässer hat es für mich Priorität, dass die Vereinbarungen des Niedersächsischen Wegs nicht verwässert und zügig umgesetzt werden.

 

5. Moore sind große Kohlendioxidspeicher. Werden Sie sich für eine Wiedervernässung der Moore in Niedersachsen einsetzen? 

 

 

Moorschutz ist hochgradig effektiver Klimaschutz. Deshalb definitiv: ja. Zudem gilt es, zügig aus dem Torfabbau auszusteigen und Alternativen für den Gartenbau sowohl attraktiv als auch wirtschaftlich zu machen.

 

6. Von Waldbesitzern wurde kürzlich ein Öffnen der Wälder für den Bau von Windenergieanlagen gefordert. Wie stehen Sie dazu?

 

Zum einen brauchen wir einen massiven Ausbau der Windkraft, um Energie lokal und unabhängig zu produzieren. Zum anderen sind Arten- und Waldschutz wichtige Aufgaben verantwortlicher Politik. Grundsätzlich ist Klimaschutz gleichzeitig auch Arten- und Waldschutz. Windenergieanlagen im Wald sollten grundsätzlich nur in Nutz-Forsten und unter definierten Voraussetzungen errichtet werden. Dort, wo junge, industriell und monokulturell genutzte Nadelgehölze stehen, kann ich mir hohe Windenergieanlagen über den Baumkronen sinnvoll vorstellen. 

 

Antwort von Bettina Schwing (Grüne) Wahlkreis ROW

 

1. Leider sind im Jagdrecht immer noch viele Arten enthalten, die gefährdet und in der Roten Liste Niedersachsens enthalten sind und damit bejagt werden dürfen, wie z.B. Krickente und Rebhuhn.  Werden Sie sich dafür einsetzen, das Jagdrecht dahingehend zu reformieren, dass alle Arten der aktuellen Roten Listen nicht mehr bejagt werden dürfen?

 

Ja, in jedem Fall. Das Jagdgesetz muss reformiert werden. Artenschutz muss vorgehen; ökologische  und ethische Aspekte müssen bei der Anpassung des Jagdrecht die Richtung geben. Dabei sollten auch Eigentümer kleinerer Flächen die Jagd auf ihren Flächen untersagen dürfen.

 

2. Wie stehen Sie zum Thema Wölfe in Niedersachsen?

 

Ich bin strikt gegen eine Lockerung des Schutzstatus des Wolfes. Der Lebensraum der Tiere ist durch die dichte Besiedlung und durch den dichten Straßenbau stark zerschnitten. Dadurch treffen Mensch und Wolf oft zusammen. Wir müssen daher stärker an einem konfliktfreien Zusammentreffen arbeiten, z.B. durch guten und sicheren Herdenschutz.

 

3. Der Grundwasserspiegel sinkt an vielen Stellen immer weiter ab. Ursache dafür ist der Klimawandel, die  Trinkwasserförderung sowie die legale und illegale Förderung von Grundwasser für die Beregnung von Gärten und landwirtschaftlichen Flächen. Was wollen Sie tun, um dem Entgegen zu wirken.  

 

Als Vorsitzende des Vereins Wald für die Welt e.V. habe ich mit diesem Problem auch stark zu kämpfen, da wir Flächen wiedervernässen wollen, die Flächen durch Entwässerusgräben in der Umgebung aber trocken gelegt werden, das Grundwasser daher immer weiter absinkt.

 

Deutschland ist tatsächlich durch den Klimawandel eine der Weltregionen mit dem größten Wasserverlust. 

Viele Maßnahmen sind erforderlich um dem entgegenzuwirken. 

Eine Maßnahme ist die Entsiegelung von Flächen in Siedlungsgebieten und das Zulassen von mehr Vegetation.

Außerhalb von Siedlungsgebieten ist auf eine geringere Verdichtung der Böden zu achten, so dass diese wieder durchlässiger werden, Moore sollten wiedervernässt, Flussauen renaturiert, Wälder sollten umgewandelt werden hin zu Naturwäldern, generell sollte mehr aufgeforstet werden, nachhaltige Landwirtschaft  muss stärker gefördert werden, da diese die Bodenverdichtung reduziert und Mikrofauna positiv beeinflusst.

Der Entwässerung von Flächen muss entgegengewirkt werden indem man z.b   Entwässerungsgräben schließt uvm. 

Jede Umgebung erfordert gesonderte Maßnahmen.

Unter welchen Bedingungen Grundwasser entnommen werden darf, muss gegebenfalls überprüft und angepasst werden.

 

Für Niedersachsen werde ich mich stark für die Wiedervernässung der Moore und Grünflächen einsetzen und nachhaltige Landwirtschaft fördern. Aber auch viele weitere u.a. oben genannte Maßnahmen und das vom NABU unter 4.  genannte Wassermengenmanagement und Wasserhaltungsmaẞnahmen sind erforderlich und würden von mir unterstützt.

 

4. Der NABU fordert seit Jahren anhand eines Maßnahmenkatalogs zum Wassermengenmanagement u.a. Wasserhaltungsmaßnahmen an Gräben und Fließgewässern, die zur dringend benötigten Grundwasserneubildung führen. Als kostenlose Sofortmaßnahme sind ökologisch belassene Uferbereiche und Randstreifen erforderlich, die ein schnelles Abfließen des Wassers verhindern. Werden Sie sich  dafür einsetzen, dass die Wasserverbände gesetzlich dazu verpflichtet werden,  die  Gräben und Fließgewässer so dem Klimawandel anzupassen?

 

Unbedingt ja, siehe auch unter 3.

 

5. Moore sind große Kohlendioxidspeicher. Werden Sie sich für eine Wiedervernässung der Moore in Niedersachsen einsetzen? 

 

Unbedingt ja. Das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz, das das BMUV aktuell vorgestellt und öffentlich zur Diskussion gestellt hat, hat ausgerechnet von der derzeitigen niedersächsischen Landesregierung eine ablehnende Haltung erfahren. Jedenfalls hat die Landesregierung eine Aufforderung sich zu äußern und Fördermaßnahmen vorzuschlagen, nicht wahrgenommen. Das ist mehr als fahrlässig.

Gerade in meinem Wahlkreis gibt es viel Grünland und Moor, dass sich zur Wiedervernässung eignet. Das dies geschieht, dafür werde ich mich einsetzen, privat wie politisch.

 

6. Von Waldbesitzern wurde kürzlich ein Öffnen der Wälder für den Bau von Windenergieanlagen gefordert. Wie stehen Sie dazu?

 

Wälder haben für unser Klima, unsere Böden, unser Wasser, unsere Artenvielfalt uvm. eine wichtige Funktion. In Natur-, Misch- oder Laubwälder gehören Windräder auf keinen Fall. Im Falle von Fichtenmonokulturen wäre ich eher für eine Waldumwandlung hin zu Mischwäldern oder Naturwäldern. Sollten keine anderen, besser geeigneten Flächen für die nötigen Windenergieanlagen zur Verfügung stehen, würde ich, sofern dies dem Artenschutz nicht widerspricht, in stark bewirtschafteten Fichtenmonokulturen Windräder bedingt zulassen.


Projekt AllerVielfalt - Renaturierung im Unterlauf

Hier gibt es aktuelle Informationen zum Projekt 'Allervielfalt', das im unteren Verlauf der Aller nun gestartet wird:

https://www.nabu.de/news/2022/01/30980.html

 

Vom  Bundesamt für Naturschutz gibt es diese Meldung:

https://www.bfn.de/pressemitteilungen/allervielfalt-verden-bringt-natur-die-aller-zurueck


Kein Schießstand im Schutzgebiet


Download
Unsere Klage gegen den Schießstand in Fischerhude war erfolgreich!
Hier könnt Ihr einen Presseartikel dazu herunterladen.
Aus für Schießstand.pdf
Adobe Acrobat Dokument 158.4 KB

Achim-West

Stellungennahmen NABU Achim / Kreisverband Verden

Download
Stellungnahme der Gruppe Achim zum Großprojekt Achim-West
Stellungnahme Achim-West201106 (1).pdf
Adobe Acrobat Dokument 659.3 KB
Download
Stellungnahme des NABU Kreisverbands zu Achim West (Januar 2021)
Stellungnahme AnschlussstelleA27_210108
Adobe Acrobat Dokument 633.9 KB

Trinkwasserförderung

Wasserfördermenge weiterhin viel zu hoch

Wasserfördermenge weiterhin viel zu hoch 

Naturschutzverbände bemängeln die vorgesehene Antragstellung erst in 2022

 

 „Auch eine reduzierte Wasserfördermenge auf 8,825 Mio. m³ jährlich ist für die Halse und die Peripherie ökologisch nicht verträglich“ kritisieren die beiden Naturschutzverbände NABU Verden und BUND Verden zur Grundwasserförderung am Panzenberg. In einer gemeinsamen Presseerklärung reagieren sie damit auf den Zeitungsartikel „Weniger Wasser für Bremen“ vom 12. Januar. Danach haben sich der Trinkwasserverband Verden und die swb darauf geeinigt, dass die Liefermenge aus dem Wasserwerk Panzenberg nach Bremen um 1 Mio. m³/a ab Beginn dieses Jahres verringert wird. „Die beantragte Fördermenge von 8,825 Mio. m³/a beruht auf dem Mittel der Wasserförderung der letzten 10 Jahre in dem Zeitraum von 2009 bis 2018. Im Zuge der Antragstellung für eine neue Bewilligung hat der Trinkwasserverband Verden seine Wasserförderung am Panzenberg ab 2014 massiv erhöht; dieses wird ab 2021 wieder zurückgeschraubt“ erläutert Udo Paepke, Vorsitzender der BUND Kreisgruppe Verden.

 

Rolf Göbbert, 2. Vorsitzender des NABU Kreisverbandes Verden ergänzt: „Die beiden Wasserversorger präsentieren die Reduzierung der Liefermenge um 1 Mio. m³ jetzt als ihren „maximal möglichen Beitrag“ zur Naturverbundenheit, dabei ist es nur eine logische Folge zur Erlangung der Genehmigung im Wasserrechtsverfahren, da die Bewilligung ansonsten auf der Kippe stehen würde. Die vorzeitige Reduzierung ist daher nicht ganz so „freiwillig“ wie vom Trinkwasserverband dargestellt“. 

  „Wenn 1 Mio. m³ weniger Grundwasser im Jahr gefördert werden, ist das zunächst einmal gut für das ganze Ökosystem von Langwedel bis Kirchlinteln, das von der Förderung beeinträchtigt und geschädigt wird. Um die Natur aber wieder nachhaltig ins Lot zu bringen, muss die Fördermenge am Panzenberg weitaus drastischer als jetzt reduziert werden – nämlich auf ein umweltverträgliches Maß“, fordert Paepke, „die Halse und das FFH-Gebiet müssen nach den geltenden Vorschriften  in einen bestmöglichen Zustand gebracht werden, wobei sich das Ökosystem an der Halse in erster Linie durch die Wasserförderung in einem solchen desolaten Zustand befindet.“

 

Der Landkreis Verden hätte die Reduzierung der Fördermenge eigentlich schon viel früher einfordern müssen, da die Begrenzung auf 8,825 Mio. m³ als Empfehlung vom niedersächsischen Umweltministerium mindestens bereits seit Mitte 2019 auf dem Tisch liegt“, so Göbbert.

 

Inzwischen geht der Trinkwasserverband Verden von einer Antragstellung nicht vor 2022 aus. „Die weiteren Verzögerungen im Genehmigungsverfahren und die genannte Jahreszahl 2022 irritieren uns zusehens“, schreiben BUND und NABU in ihrer Pressemitteilung „wir brauchen nach Ablauf der Fördergenehmigung im Jahre 2009 endlich die Verfahrensbeteiligung und eine rasche Entscheidung in dem offenen Wasserrechtsverfahren. Mit der jetzigen vorzeitigen Reduzierung gewinnt der Trinkwasserverband wieder Zeit, die wir und die Natur eigentlich nicht haben. Die Fördermenge im Wasserwerk Panzenberg muss drastisch unter 8,825 Mio. m³ jährlich reduziert werden, damit die Halse und das FFH-Gebiet in einen bestmöglichen Zustand gebracht werden können.“ “Wir fordern daher nach wie vor die Alternativenprüfung zur Trinkwasserversorgung Bremens ernsthaft zu prüfen und mögliche Alternativen umzusetzen“ so NABU und BUND.


Windenergie Quelkhorn

Stellungnahme

Download
Unsere Stellungnahme zur Windenergie in Quelkhorn
Stellungnahme NABU WEA Quelkhorn_2021_01
Adobe Acrobat Dokument 146.9 KB