Der NABU setzt sich im Landkreis Verden auf vielfältige Weise für die Natur ein. Zu unserer Arbeit gehören praktische Maßnahmen wie Landschaftspflege, das Anlegen und Pflegen von Biotopen und der Dialog mit öffentlichen und privaten Stellen.
Sie möchten gerne mitmachen? Schauen Sie einfach auf einem Treffen unserer örtlichen Gruppen vorbei!
Gut besucht und erstmals an einem neuen Ort fand die Mitgliederversammlung des NABU Kreisverbands am 29. April im Lintler Krug in Kirchlinteln statt. Nach einen sehr informativen Vortrag zum Biber durch Anke Willharms vom Otterzentrum Hankensbüttel startete der offizielle Teil mit Berichten vom Vorsitzenden Bernd Witthuhn und der Kassenwartin Tatiana Kotklarov. Bernd Witthuhn ließ sich noch einmal für ein Jahr als 1. Vorsitzenden wählen und auch die Posten der Kassenprüfer und Kassenprüferinnen sind durch Reinhard Rieß und Ilka Rüttgerodt zuverlässig besetzt. Nach allen Formalitäten gab es noch einen regen Austausch zwischen den Mitgliedern und geladenen Gästen.
Ehrungen auf der Mitgliederversammlung 2026
Michael Lukoschus - silber
Michael ist Experte für Schleiereulen und Turmfalken in Dörverden. Zur Stützung und
Stärkung des Bestandes dieser Arten leistet Michael Überzeugungsarbeit vor Ort. Bei
geeigneten Hofstellen sucht er den Kontakt zu den Besitzern, versucht diese über das
Anbringen eines Nistkastens zu überzeugen und organisiert und montiert dann die
Nistkästen. Diese werden dann regelmäßig auf Besatz und Bruterfolg kontrolliert, so dass
inzwischen gute Kenntnisse zum Zustand der Arten in der Gemeinde Dörverden bestehen.
Seit 18 Jahren wird er bereits als Schleiereulenbetreuer im Mitteilungsheft benannt.
Ulrich Hinze - silber
Ulrich ist seit 18 Jahren bei uns Mitglied und aktiv dabei. Derzeit betreut er noch die
städtische Fläche ‚Alter Schießstand‘ in Verden-Borstel, wo er Arbeitseinsätze koordiniert,
die Nisthilfen im Auge hat und als Ansprechpartner für die Besucher im Areal fungiert.
Darüber hinaus hat Ulrich vor einigen Jahren seine Liebe zum Biber entdeckt. Erst kürzlich
fing er an, ein niederschwelliges Monitoring für den Landkreis ins Leben zu rufen, um Daten
zu sammeln. Ulrich selbst verabschiedet sich nun langsam in den wohlverdienten
Ruhestand und will das Biberprojekt in neue Hände geben.
Norbert Lüchtefeld - bronze
Norbert Lüchtefeld ist seit seinem Eintritt in den NABU 2019 auch gleich aktiv geworden. In
der Gruppe Ottersberg ist er die treibende Kraft, wenn es um die Organisation und
Durchführung von Entkusselungsarbeiten im Naturschutzgebiet Ottersberger Moor geht.
Dort werden alljährlich von Oktober bis Februar Biotoppflegearbeiten entsprechend des
Schutzzweckes des Moores durchgeführt und Norbert ist seit 2022 einer der offiziellen
Moorbetreuer. Er setzt sich dauerhaft ein bei der Mahd unserer Grünland-flächen und nimmt
aktiv an den Gruppensitzungen mit neuen Ideen teil.
Ilka Rüttgerodt -bronze
Ilka Rüttgerodt hat bereits als Kind in der Dörverdener Kindergruppe mitgemacht und war
später als Helferin dabei, wenn sie gebraucht wurde. Jetzt ist sie sowohl in der Gruppe
Verden als auch in der Biotop-Pflegegruppe Holtumer Moor aktiv. Sie ist bei vielen
Aktivitäten dabei, sobald es um praktischen und körperlichen Einsatz geht. Pflanzungen,
Grabenreinigungen und sonstige Pflegeeinsätze finden selten ohne sie statt. Durch ihre
soziale Ader ist sie zudem ein Motor, wenn es um den sozialen Zusammenhalt in der
Holtumer Gruppe geht. Einmal im Jahr übernimmt sie die Termine am Amphibienzaun,
damit Knoblauchkröte und Co. sicher zu den Laichgewässern gelangen. Außerdem ist sie
seit letztem Jahr auch bei der Verdener Kindergruppe als Betreuerin dabei.
Tobias Tschierse - bronze
Tobias Tschierse ist seit 2013 im NABU und seit 2020 aktiv dabei. Er gibt fachliche
Informationen bei unseren Einwendungen zu Bebauungsplänen und schreibt sie teils selbst.
Bei Baustellen in Achim meldet er die Missstände beim Baum- oder Bodenschutz an die
Stadtverwaltung. Er zählt die Krähennester im Frühjahr und hilft bei
sämtlichen Arbeitseinsätzen mit, wie Entkusseln, Fällungen, Riesenbärenklau beseitigen
oder den Weserhang harken. Außerdem betreut er seit Anfang 2022 die Achimer
Kindergruppe
40 Jahre Uwe Jordan aus Verden und Jörg Heitmann aus Langwedel
30 Jahre Franz und Ulrike Berger aus Holtum-Geest
Die Gegner der Wakeboardanlage am Oyter See bekommen jetzt Unterstützung durch den NABU. "Wir finden es zwar gut, dass der Landkreis endlich die alte Schutzverordnung überarbeiten und Schutzziele aufnehmen will, eine Vergrößerung der Erholungsgebietsfläche und den Bau einer festen Wakebordanlage lehnen wir aber ab," sagt Eckard Jäger, Leiter der NABU-Gruppe Oyten. Durch den Bau einer festen Anlage würden weitere Schilfbereiche zerstört. Der Oyter See soll ja weiterhin ein Erholungsgebiet bleiben, aber es muss auch eine klare Trennung zwischen Erholungsfläche und Schutzgebiet geben. Ein Problem sind seiner Meinung nach die StandUp-Paddler, die seit einiger Zeit auf dem See unterwegs sind.
Diese befahren leider den gesamten See, wodurch die Vogelwelt auch an den entlegenen Stellen gestört wird. "Daher werden wir vom Landkreis fordern, zukünftig einen Teilbereich für sämtliche Wasserfahrzeuge zu sperren", sagt Jäger. Ein wichtiger Aspekt ist für den NABU auch, dass die Wakeboardanlade am Ende der Nutzungszeit vollständig vom Betreiber zurückgebaut wird und dafür auch entsprechende Bürgschaften hinterlegt werden.
Region Weser-Mitte – Der NABU-Kreis-verband Verden setzt sich schon seit fast 90 Jahren für den Naturschutz im Landkreis Verden ein und konnte bisher viele Naturschutzprojekte umsetzen. Dies war nur möglich durch viele ehrenamtliche Helfer und Helferinnen sowie Mitglieder, die den Verein finanziell unterstützen. Mittlerweile stehen fast 90 Hektar an Flächen im Eigentum des NABU Verden, die durch diesen mit großem Engagement gepflegt werden. Die bedeutensten aktuell laufenden Projekte der Umweltschützer in unserem im Landkreis sind die Renaturierung der Aller sowie verschiedene Vorhaben zur Wiedervernässung von Mooren.
Auch zur Absicherung der vielen Projekte führt der NABU derzeit eine Werbeaktion durch. Diese dient dazu, neue Mitglieder für den NABU zu gewinnen, damit dessen Engagement für den Natur- und Umweltschutz in unserer Region auch langfristig finanzierbar bleibt: Junge Menschen gehen von Haus zu Haus und informieren über die Arbeit des Verbandes. Sie sammeln kein Bargeld und sind an ihrer NABU-Kleidung und einem Ausweis zu erkennen. Der NABU hofft darauf, dass sich Türen und Herzen für die Natur in Verden öffnen! Für Rückfragen können Sie sich gern an die örtliche Regionalgeschäftsstelle in Verden wenden: [email protected] oder telefonisch unter 04231 9701460.
In nicht einmal zwei Stunden haben Angehörige des Vereins Verden pflanzt sowie der NABU-Gruppen Verden und Langwedel rund 150 Heckenpflanzen in der Dauelser Marsch gepflanzt. Mit dabei war auch der Umweltbeauftragte der Stadt verden, Pascal Gülich (zweiter von links).
Angehörige der NABU-Gruppen Verden und Langwedel sowie Mitglieder des Vereins Verden pflanzt - aktiv für den Umweltschutz haben jetzt eine Hecke in der Dauelser Marsch gepflanzt. In einer kurzfristig abgestimmten gemeinsamen Aktion wurden binnen zwei Stunden rund 150 Heckenpflanzen von den Ehrenamtlichen in die Erde gebracht. Sinn der Aktion war es laut dem Umweltbeauftragten der Stadt Verden, Pascal Gülich, einen Wind- beziehungsweise Staubschutz für eine städtische Streuobstwiese und eine Ausgleichsfläche zu schaffen. Ein angrenzender Acker werde bewirtschaftet, so dass immer wieder auch Saatgut auf dem städtischen Grund gelandet sei, so Gülich. Organisiert und finanziert wurde die Pflanzung vom Verein Verden pflanzt - aktiv für den Umweltschutz, dessen Ziel es ist, bis zum Jahr 2050 für jede(n) Einwohner:in der Stadt Verden einen Baum zu pflanzen. Über 10.000 Bäume hat der seit 2019 bestehende Verein im Stadtgebiet bereits gepflanzt. In der kommenden Woche ist eine weitere Pflanzung von über 5.000 Bäumen in Walle vorgesehen. Finanziert werden solche Aktionen ausschließlich durch Spendengelder. Für die Pflanzungen sucht sich der Verein jeweils Kooperationspartner wie Vereine, Organisationen, Schulklassen oder Kindergärten. Wer sich eingehender informieren möchte, findet unter https://www.verden-pflanzt.de/ weitere Informationen.
Dieser Bericht vermittelt einen Überblick über das Vorkommen von Wölfen bei uns im Landkreis und zeigt anhand der erfassten Nutztierrisse einen unmittelbaren Handlungsbedarf auf. Aber lest selbst.