Wir über uns

Die Mission des NABU

Natur beobachten und schützen.  Foto: A. von Brill
Natur beobachten und schützen. Foto: A. von Brill

 

Der NABU setzt sich im Landkreis Verden auf vielfältige Weise für die Natur ein. Zu unserer Arbeit gehören praktische Maßnahmen wie Landschaftspflege, das Anlegen und Pflegen von Biotopen und der Dialog mit öffentlichen und privaten Stellen. 

  

Sie möchten gerne mitmachen? Schauen Sie einfach auf einem Treffen unserer Kreisgruppen vorbei!

 

Termine auf einen Blick

NABU-Jobbörse


Kein Schießstand im Schutzgebiet

  

 

Der Schützenverein Fischerhude plant, den Betrieb des seit 2013 stillgelegten Wurftaubenschießstandes im EU-Vogelschutz- und Landschaftsschutzgebiet in Fischerhude wieder aufzunehmen. 

 

Die Anlage wurde 1969 zur Ausbildung von Jägern gebaut und auch überwiegend von Jägern genutzt. Aufgrund der massiven Verseuchung des Bodens mit Blei und Arsen ruht der Betrieb seit 7 Jahren. Eigentlich ist die Genehmigung nach 3 Jahren im Jahr 2016 längst ausgelaufen. Durch einen Trick wurde aber versucht, diese aufrecht zu erhalten. Mit Zustimmung des Landkreises wurde in 2016 und 2019 einmal geschossen. Dadurch meinen Schützenverein und Landkreis, dass die Genehmigung nicht erloschen wäre.

Um Fördergelder aus der Sportförderung zu bekommen, wurde die Schießanlage jetzt als Sportanlage deklariert.  Bewilligt wurden bereits 150.000€ aus Steuergeldern. Mit dem Geld sollen u.a. eine Toilettenanlage und ein Geräteschuppen neu gebaut werden. Für die Sanierung des verseuchten Bodens hat das Land Niedersachsen weitere 250.000€ bewilligt. Der verseuchte Boden soll aber nur in Kunststofffolien eingepackt und auf dem Gelände eingelagert werden. Dies ist aus Sicht des NABU keine dauerhafte Sanierung sondern nur eine kostengünstige Zwischenlagerung.   

 

Der NABU wehrt sich zusammen mit einer Bürgerinitiative gegen die Wiederinbetriebnahme und hat dafür einen Rechtsanwalt eingeschaltet. So ein Schießbetrieb würde nicht nur die Tierwelt erheblich stören. Das Geknalle der Schrotflinten wäre nicht nur in Fischerhude, sondern bis nach Oyten zu hören sein. Der Schützenverein plant einen Betrieb an 3 Tagen in der Woche, mittwochs, samstags und sonntags. 

 

Einen gegen die Inbetriebnahme gerichteten Widerspruch hat der Landkreis Verden kürzlich abgewiesen. Daher hat der NABU nun Klage vor dem Verwaltungsgericht Stade eingereicht.


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Flyer der Bürgerinitiative gegen den Schießstand als Download
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Achim-West:

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Stellungnahme der Gruppe Achim zum Großprojekt Achim-West
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Stellungnahme des NABU Kreisverbands zu Achim West (Januar 2021)
Stellungnahme AnschlussstelleA27_210108
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Wasserfördermenge weiterhin viel zu hoch 

Naturschutzverbände bemängeln die vorgesehene Antragstellung erst in 2022

 

 „Auch eine reduzierte Wasserfördermenge auf 8,825 Mio. m³ jährlich ist für die Halse und die Peripherie ökologisch nicht verträglich“ kritisieren die beiden Naturschutzverbände NABU Verden und BUND Verden zur Grundwasserförderung am Panzenberg. In einer gemeinsamen Presseerklärung reagieren sie damit auf den Zeitungsartikel „Weniger Wasser für Bremen“ vom 12. Januar. Danach haben sich der Trinkwasserverband Verden und die swb darauf geeinigt, dass die Liefermenge aus dem Wasserwerk Panzenberg nach Bremen um 1 Mio. m³/a ab Beginn dieses Jahres verringert wird. „Die beantragte Fördermenge von 8,825 Mio. m³/a beruht auf dem Mittel der Wasserförderung der letzten 10 Jahre in dem Zeitraum von 2009 bis 2018. Im Zuge der Antragstellung für eine neue Bewilligung hat der Trinkwasserverband Verden seine Wasserförderung am Panzenberg ab 2014 massiv erhöht; dieses wird ab 2021 wieder zurückgeschraubt“ erläutert Udo Paepke, Vorsitzender der BUND Kreisgruppe Verden.

 

Rolf Göbbert, 2. Vorsitzender des NABU Kreisverbandes Verden ergänzt: „Die beiden Wasserversorger präsentieren die Reduzierung der Liefermenge um 1 Mio. m³ jetzt als ihren „maximal möglichen Beitrag“ zur Naturverbundenheit, dabei ist es nur eine logische Folge zur Erlangung der Genehmigung im Wasserrechtsverfahren, da die Bewilligung ansonsten auf der Kippe stehen würde. Die vorzeitige Reduzierung ist daher nicht ganz so „freiwillig“ wie vom Trinkwasserverband dargestellt“. 

  „Wenn 1 Mio. m³ weniger Grundwasser im Jahr gefördert werden, ist das zunächst einmal gut für das ganze Ökosystem von Langwedel bis Kirchlinteln, das von der Förderung beeinträchtigt und geschädigt wird. Um die Natur aber wieder nachhaltig ins Lot zu bringen, muss die Fördermenge am Panzenberg weitaus drastischer als jetzt reduziert werden – nämlich auf ein umweltverträgliches Maß“, fordert Paepke, „die Halse und das FFH-Gebiet müssen nach den geltenden Vorschriften  in einen bestmöglichen Zustand gebracht werden, wobei sich das Ökosystem an der Halse in erster Linie durch die Wasserförderung in einem solchen desolaten Zustand befindet.“

 

Der Landkreis Verden hätte die Reduzierung der Fördermenge eigentlich schon viel früher einfordern müssen, da die Begrenzung auf 8,825 Mio. m³ als Empfehlung vom niedersächsischen Umweltministerium mindestens bereits seit Mitte 2019 auf dem Tisch liegt“, so Göbbert.

 

Inzwischen geht der Trinkwasserverband Verden von einer Antragstellung nicht vor 2022 aus. „Die weiteren Verzögerungen im Genehmigungsverfahren und die genannte Jahreszahl 2022 irritieren uns zusehens“, schreiben BUND und NABU in ihrer Pressemitteilung „wir brauchen nach Ablauf der Fördergenehmigung im Jahre 2009 endlich die Verfahrensbeteiligung und eine rasche Entscheidung in dem offenen Wasserrechtsverfahren. Mit der jetzigen vorzeitigen Reduzierung gewinnt der Trinkwasserverband wieder Zeit, die wir und die Natur eigentlich nicht haben. Die Fördermenge im Wasserwerk Panzenberg muss drastisch unter 8,825 Mio. m³ jährlich reduziert werden, damit die Halse und das FFH-Gebiet in einen bestmöglichen Zustand gebracht werden können.“ “Wir fordern daher nach wie vor die Alternativenprüfung zur Trinkwasserversorgung Bremens ernsthaft zu prüfen und mögliche Alternativen umzusetzen“ so NABU und BUND.