NABU-Gruppe Achim

Gemeinsam Natur beobachten und schützen
Gemeinsam Natur beobachten und schützen

Die NABU-Gruppe Achim trifft sich jeden ersten Mittwoch des Monats um 19.30 Uhr im Kulturhaus Alter Schützenhof (KASCH), Bergstraße 2 in Achim. Jeder, der mit uns für die Natur eintreten möchte, ist herzlich willkommen.

Ansprechpartner:
Joachim Schweers, Brüne-Rustedt-Straße 6, 28832 Achim
Tel.: 04202-81996
email: Gruppe.Achim[at]NABU-Verden.de


Die NABU-Gruppe Achim betreut neben der Obstbaumwiese in der Achimer Marsch, der Heidefläche im Etelser Moor und der Orchideenwiese auch kleine Flächen wie den Hang am ehemaligen Ölhafen in Achim-Uesen. Besondere Bedeutung hat der Schutz der Marschlandschaft im Wesertal und der angrenzenden Binnendünenflächen. In diesem Zusammenhang ist vor allem die politische Arbeit zum Schutz des Naturschutzgebietes "Ellisee" und des ehemaligen Bundeswehrübungsgeländes in Uesen zu nennen. Daneben stehen Baum- und Heckenschutz sowie deren Pflege immer wieder auf der Tagesordnung:

 

Ellisee

Naturschutzgebiet "Sandtrockenrasen Achim"

Das Gebiet ist geprägt durch einen z. T. flachwelligen Sockel abgebauter Binnendünen,      den durch Ausbaggerung entstandenen Ellisee und eine in ihrer ursprünglichen Höhe weitgehend erhalten gebliebene Düne. Die nährstoffarmen, trockenen Sande sind wesentliche Voraussetzung für das Vorkommen der Silbergrasfluren und Sandtrockenrasen mit ihren charakteristischen, z. T. bestandsbedrohten Pflanzen- und Tierarten und deren Lebensgemeinschaften. (NLWKN/ Kennzeichen: NSG LÜ 211)

 

Dass Umweltschutz nicht immer bequem ist, zeigt sich hier. Er bedeutet die Benutzung von ausgewiesenen Wegen und der See kann nicht zum Baden freigegeben werden.

 

Nicht immer ist Umweltschutz in solchen Bereichen zu verstehen.

Derzeit werden am Ellisee Maßnahmen zum Pipelineverlegen durchgeführt. Dies ist nicht schön aber auch nicht vermeidbar. Wir beobachten, ob das Gebiet im Anschluss so hergerichtet wird, dass der Sandtrockenrasen wieder wächst und sich Heide und Ginster ansiedeln.

 

Weserhang Baden

Artenreiche Tier- und Pflanzenwelt

In enger Abstimmung mit der Grundstücks- und Gebäudeverwaltung Achim (GGA) der Stadt Achim wurde festgelegt, den Weserhang nicht während der Blütezeit zu mulchen bzw. zu mähen, sondern nur eine Mahd im Spätsommer vorzunehmen.
(Ende August/Anfang September)




Grund: Der Weserhang ist wegen seiner schattenfreien Südlage Lebensraum für viele seltene Tier- und Pflanzenarten. Als Nahrungsquelle bieten sie Pollen und Nektar für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Schwebfliegen, Kräuter für Hasen, Insekten und Samen für Vögel und Kleinsäuger.
Deshalb ist das Gebiet im Wesertal nach dem Niedersächsischen Naturschutzgesetz als Landschaftsschutzgesetz geschützt.
Ziel: Erhalt einer bunten und artenreichen Pflanzen- und Tierwelt

 

Die GGA führt das Mähen und die Entsorgung des Mähgutes durch.
Zur Entlastung der GGA übernimmt der NABU mit Unterstützung des Achimer Wandervereins in ehrenamtlicher Arbeit das Abharken des fast 1000 m langen Weserhanges. Dafür sei allen herzlich gedankt.


Etelser Moor

Heidefläche auf altem Torfkörper

Das Moor hat keine Chance
Das Moor hat keine Chance

Diese Fläche des Landkreises betreuen wir, um mit diesem kleinen Rest einer offenen Fläche in einem Moor die Artenvielfalt zu erhalten. Leider ist das Moor stark entwässert, so dass neben der typischen Heide immer wieder Bäume, vor allem Birken und Kiefern, auflaufen.

 

Schön wäre eine totale Vernässung des Gebietes, aber wichtig ist vor allen Dingen, dass nicht die geplante Torfabbaumaßnahme umgesetzt wird.

 

Für die Pflege dieser besonderen Landschaft können wir noch tatkräftige Unterstützung brauchen.

Aktivitäten: Es ist eine dringende Entkusselung nötig.  Auf der eigentlichen Fläche sind die Birken zwar noch klein, müssten aber dringend entfernt werden, damit die moortypischen Gewächse eine Chance haben.
Bedeutung: Die ca. 2 ha große Heidefläche bildet einen ganz speziellen Lebensraum für Insekten, Vögel, Reptilien und andere Tiere, so dass ihre Pflege und Erhaltung durch den NABU besonders sinnvoll ist.

Trafoturm in Achim-Borstel

Ein nicht mehr genutzter Trafoturm bietet viele Möglichkeiten für Nisthilfen, z.B. für Stare, Schleiereulen und Schwalben. Er ist ein gut geeigneter Standort für Fledermäuse und bietet Unterschlupf für zahlreiche andere Tierarten. In Achim-Borstel konnten wir im Oktober 2014 einen Trafoturm ausstatten, praktisch gelegen mit freier Anflug-Möglichkeit.

Zunächst wurden die Kästen für die in Gruppen brütenden Spatzen montiert.

Ein Fledermauskausten hat ebenfalls seinen Platz am Trafoturm gefunden. Er ist gedacht als Sommerquartier, überwintern können Fledermäuse nur in frostfreien Unterkünften. Des Weiteren wird im Turm ein Schleiereulenkasten angebracht werden, um dem entstandenen Brutplatzmangel ein wenig entgegenzurwirken. Auch den bedrohten Mehlschwalben werden am Turm Nistmöglichkeiten angeboten.


In Planung ist eine Efeubepflanzung bis zu einer Höhe von 2m, die dann weiteren Tier- und Insektenarten eine Unterkunft bieten wird.


Diese Türme, denen ansonsten der Abriss drohen würde, gewähren den unter Brutplatzmangel leidenden Tierarten einen nahezu sicheren Platz.


Pflegeaktion im Stadtwald

NABU und THW arbeiten gemeinsam

Zum fünften Mal führten Mitglieder der Achimer NABU-Gruppe und des THW eine gemeinsame Pflegeaktion im Achimer Stadtwald durch. Auf einer Sandtrockenrasenfläche nahe der Worpsweder Straße wurden insbesondere Robinien und die Spätblühende Traubenkirsche ausgegraben. Beide Arten stammen aus Nordamerika und können sich unkontrolliert ausbreiten. Für größere Stubben stand ein Bagger bereit, mit dessen Hilfe auch umfangreiches Wurzelwerk entfernt werden konnte.


Die Arbeiten waren erforderlich, damit Silbergras und Besenheide sich wieder ungestört ausbreiten können. Nährstoffarme Sandtrockenrasen sind Lebensräume für viele seltene Tier- und Pflanzenarten. Die Sandtrockenrasen zählen zu den wenigen größeren, noch vorhandenen Magerrasenkomplexen in Niedersachsen.


Als Stärkung für die 20 fleißigen Helferinnen und Helfer gab es zum Abschluss eine kräftige Suppe.


Wegraine wieder entdecken

Ein altes Thema wird aktuell

Ausgangslage 1989: Die Agrarlandschaft zeigt ein monotones Gesicht: Monostrukturierte Großflächen, aus denen die naturnahen Wegraine verschwinden, weil sie überackert, in die Behandlung der Nutzflächen mit Pestiziden einbezogen, geschottert, oder gar gepflastert oder geteert wurden.

 

Bedeutung: Wegraine sind aber lebenswichtig für viele seltene Tier- und Pflanzenarten als Lebensräume und als Wanderstrecken zwischen isolierten Biotopen.


Aktivitäten: Vor 10 Jahren beschrieb, fotografierte und bewertete die Achimer NABU-Gruppe innerhalb von fünf Monaten die Wegraine der stadteigenen Feld- und     Wirtschaftswege auf 30 km Länge. Dabei entstand eine Dokumentation mit mehr als 200 Fotos und Vorschlägen für das Bepflanzen der Wegränder. Aufgrund dieses Konzeptes wurden in enger Zusammenarbeit mit der Stadt und den Landwirten diverse Feldraine mit heimischen Sträuchern und Bäumen umgestaltet.

 

Inzwischen ist dieses Thema wieder ganz aktuell, denn die Ränder werden radikal umgepflügt und es wird kein Platz für Kräuter etc. gelassen.

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