Biotoppflegegruppe Holtumer Moor

Foto: NABU Kreisverband Verden e.V.
Foto: NABU Kreisverband Verden e.V.

 

Das Holtumer Moor

Das über einem Salzstock liegende Holtumer Moor, zwischen der B 215 und der Bahnlinie Verden - Rotenburg, sowie den Ortschaften Holtum (Geest) und Eversen liegend, bildet inmitten einer welligen, leicht hügeligen Grundmoränenlandschaft der Saalekaltzeit eine heute etwa 20 Meter tiefe Senke von ca. 6 qkm Größe. Die durch den Salzstock bedingte anhaltende Absenkung führte in der Nacheiszeit zu einer klimabedingter Seen- und Moorbildung. So ist es nicht verwunderlich, das am Rande des ehemaligen Hochmoores seit der jüngeren Eisenzeit über die Bronzezeit bis hin zur Eisenzeit Menschen siedelten. Aus diesen Epochen zeugen zahlreiche Hügelgräber, -Siedlungsfunde, Urnen, Grabbeigaben auf den Anhöhen, fast rund um das Moor. Aber selbst an einer tiefer gelegenen Fläche wurde ein sog. Hortfund von einem Bauern beim Torfstechen aus der Jungbronzezeit gefunden. (Siehe auch Schriftenreihe des Verdener Heimatbunde e.V. - Das Holtumer Moor - eine Siedlungskammer im Lk Verden v. Gerhard W. Gienke + Manfred Raba). Abtorfung und Trockenlegungen hinterließen so das heutige Holtumer Moor. Dennoch kommen von 40 in Deutschland vorkommenden Landschaftstypen immerhin noch 9 im Holtumer Moor vor ( wenn auch nur Reste): Auwald, Bruchwald, Feuchtgrünland, Feldgehölze und Hecken, Bachlauf mit Grabensystemen, Stillgewässer, Niedermoor und Sumpf, Quell- und Magerrasen.

 

Der westlich liegende Bereich (zur B 215) weist etwa 70% an Ackerflächen und 30% an Grünlandflächen, der mittlere Bereich etwa 30% an Ackerflächen und 70% an Grünlandflächen auf. Tendenz: Die Intensität am Umbruch von Grünland in Ackerflächen nimmt zu!

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