Rundbrief Juli August 2017

 

 5.8.2017

  

Liebe NABU-Freunde,

 

Was gibt`'s Neues? Was war los?

  

Der NABU-Kreisverband Verden e.V. hat eine wechselvolle Geschichte mit verschiedenen Namensänderungen hinter sich und feiert am 12. August auf dem Gelände des Häuslingshauses in Langwedel, Auf dem Sandberg 11 ab 17 Uhr öffentlich das 80jährige Bestehen mit der Salsaband „Casino“. Hierzu sind alle NABU-Mitglieder und am Naturschutz interessierte Leute herzlich eingeladen.

 Einladungen an die Aktiven sind durch die Gruppen erfolgt, die Öffentlichkeit wird durch die Presse eingeladen. Auch unsere Homepage bietet Infos.

   

Gruppe Kirchlinteln:

 Ein NABU-Jubiläum gab es schon im vergangenen Monat. An der Feier des 30-jährigen Bestehens der Gruppe Kirchlinteln im Müllerhaus haben etwa 50 Personen teilgenommen. Auch die Amphibien-Exkursion zu den Gustav-Welge-Teichen als artenreichstes Amphibien-Biotop wurde gut angenommen.

 Am 11. August lädt die Gruppe wieder zu ihrer Exkursion ins Verdener Moor ein.

 Mitte Juni wurden in Brockel im Landkreis Rotenburg gemeinsam mit dem Bürgermeister und dem NABU-Rotenburg die Wegeseitenränder angesehen. In diesem Zusammenhang wird es am 16. August um 19.30 Uhr im Müllerhaus Brunsbrock einen Vortrag von Manfred Radtke (BUND Rotenburg) geben. Erläutert werden die folgenden drei Punkte „Wegeseitenränder – Ökologie, Gesetzliche Grundlagen und Vermessungsfragen“.

    

Biotoppflegegruppe Holtumer Moor:

 Dank intensiver Bemühungen und Ankauf von Biotopen durch den NABU-Kreisverband Verden ist es vor allem im Holtumer Moor gelungen, artenreiche Trockenrasenbereiche zu entwickeln.

 Pflanzen wie Echtes Labkraut, Moschusmalve, Gras- und Heidenelke, Johanniskraut, Wiesenflockenblume u.a. stellten sich nach und nach durch Verzicht auf Düngung und späte Mahd (nach der Blütezeit) ein und sorgen so für ein buntes Miteinander vor allem auf den Flächen um den Goy-Stein.

 Alle diese Blütenpflanzen haben ihre eigenen Insektenfauna z. B. die Tagfalterarten Landkärtchen, Schachbrett- und Dickkopffalter, Ochsenauge und das besonders geschützte Grünwidderchen. Hinzu kommen Bienen, Hummeln, Schwebfliegen und zahlreiche Feldheuschreckenarten.

 Selbst Brennnessel-Standorte sind wichtig für Tagpfauenauge und Kleinen Fuchs, die hier mit vier weiteren Tag-oder Nachtfalterarten ihre Eier ablegen und davon leben.

    

Gruppe Dörverden:

 Die Schautafeln wurden in Hülsen und Westen überholt und standsicher aufgestellt. Eine weitere wird eventuell in diesem Jahr in Dörverden aufgestellt.

   

Gruppe Thedinghausen:

 Intern wurde bereits eine Libellen-Exkursion durchgeführt. Die NABU-Gruppe Thedinghausen möchte demnächst diese Exkursion auch für die Öffentlichkeit anbieten, und zwar am 19. August. Im Renaturierungsgebiet an der Eyter sollen Libellen bestaunt, bestimmt und fotografiert werden. Gäste sind herzlich eingeladen und willkommen.

      Freud und Leid bei der Jungvögel-Betreuung:

 Zwei auf dem Boden gefundene junge Schleiereulen konnten wieder in die Nester zurückgesetzt werden. Eine dritte wurde zur Greifvogelauffangstation nach Etelsen gebracht. Leider hat diese nicht überlebt.

 In Riede konnten die vogelkundlichen Aktiven gemeinsam mit Dipl.-Biologen eine Wiesenweihenbrut betreuen. Das Nest mit drei Jungvögeln, von dem leider eines verstarb, wurde mit einem entsprechenden Zaungeflecht zum Schutz gegen Prädatoren im Format 10 x 10 m eingezäunt. Leider sind selbst in diesen Bereich Menschen eingedrungen, was an den vorhandenen Pfaden deutlich erkennbar war. Danach waren keine Jungvögel mehr auffindbar. Zeitgleich verschwand auch das Weibchen auf unerklärliche Weise. Da das Männchen jedoch weiterhin Beute in den Nahbereich brachte, konnte bei einer Kontrolle festgestellt werden, dass sich die beiden Jungvögel außerhalb des umzäunten Bereiches befanden. Wahrscheinlich haben sie es bei der Flucht vor den Eindringlingen geschafft, über oder durch den Zaun zu gelangen. Jetzt können sie bereits fliegen und damit ging alles noch relativ glimpflich ab.

 Die Aktion „schwalbenfreundliches Haus“ geht weiter. Im Raum Thedinghausen konnten einige weitere Plaketten vergeben werden.

   

Gruppe Ottersberg:

 Am Aktionstag der Landfrauen im Juni war in Posthausen auch der NABU mit einem Infostand vertreten.

 Dieser wird auch wieder auf dem Ottersberger Herbstmarkt im September mit dabei sein.

   

Sonstiges:

 Sommerzeit ist Grillzeit. Dabei stehen Genuss und Geselligkeit im Vordergrund, an die Umwelt wird weniger gedacht. Dabei ist es einfach, das Grillvergnügen umweltfreundlich zu gestalten.

 Alles fängt beim Grillgerät selbst an. Um Müll zu vermeiden, sollte man auf Einweggrills verzichten. Auch einmal benutzbares Plastik oder Pappgeschirr verbraucht nur unnötig Energie und Ressourcen.

 Zwar sind viele Grillholzkohle-Verpackungen mittlerweile mit dem Vermerk „Kein Tropenholz“ versehen, doch hat man – im Gegensatz zu Möbelholz – kaum eine Chance zu überprüfen, welche Baumart gefällt wurde. Da Tropenwälder einen wichtigen Beitrag für das Weltklima und den weltweiten Artenschutz leisten, sollte prinzipiell auf Grillkohle aus Tropenwäldern verzichtet und besser Grillkohle aus heimischen Laubholz verwendet werden. Hilfreich können hier die FSC oder Naturland-Siegel sein.

  

Die nächsten Termine:

   11. August 2017 von 18 bis 20 Uhr

 Abendexkursion in das NSG Verdener Moor

 Exkursion mit Gustav Schindler

 Treffpunkt: Bushaltestelle Goldbornweg an der Straße zwischen Kükenmoor und Groß Heins

  

12. August 2017 ab 17 Uhr

 Sommerfest

  

16.August 2017 um 19.30 Uhr

 "Naturnahe Gestaltung von Wegeseitenrändern"

 Vortrag von Manfred Radtke, BUND Rotenburg: im Müllerhaus Kirchlinteln-Brunsbrock. Kosten 3 € für Nicht-Mitglieder

 

  19.August.2017 von 11 Uhr bis ca. 13 Uhr

 Libellen-Exkursion

 Treffen ist um 11 Uhr an der Eyterbrücke Kirchwiehe/Deichstraße in Thedinghausen. Gäste sind herzlich eingeladen und willkommen.

  

24. September 2017 von 13 - 18 Uhr

 Ökomarkt Verden

 mit NABU-Info-Stand

 

 

Viele Grüße

 

Susanne Gerlach

 

 

 

 

 

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