Veranstaltungen finden Sie im aktuellen Rundbrief und hier:

Die Natur braucht Freunde

Naturschutzbund (NABU) Kirchlinteln startet groß angelegte Werbekampagne


Sie legen Streuobstwiesen an, kümmern sich um die Renaturierung und Erhaltung von Gewässern und Mooren, bauen Nisthilfen für bedrohte Vogelarten und informieren in Vorträgen und Exkursionen über die heimische Tier-und Pflanzenwelt und sind auch in der Umweltpolitik aktiv. Gleichzeitig werden in der Kindergruppe die Heranwachsenden an die Natur heran geführt. Um den zunehmenden Aufgaben auch zukünftig gewachsen zu sein, braucht der Naturschutzbund NABU weitere Unterstützung aus der Bevölkerung. Deshalb soll eine große Werbeaktion helfen, die Zahl der Unterstützer/-innen zu vergrößern.

An vielen Haustüren werden in der nächsten Woche NABU-Mitarbeiter um Unterstützung für die lokale Naturschutzarbeit werben. „Der praktische Naturschutz stößt in der Bevölkerung auf eine große Akzeptanz. Der NABU will nun Leute konkret ansprechen und um Unterstützung seiner ehrenamtlichen Arbeit bitten“ erklärt Gustav Schindler vom NABU Kirchlinteln. Nicht nur tatkräftige Hilfe könne die Organisation gebrauchen, auch finanzielle Förderung sei gewünscht. Denn vom Flächenkauf bis hin zu Artenschutzprojekten oder Gerätschaften für die Feldarbeit sei nichts umsonst zu haben. 

Menschen für Natur begeistern
„Dazu müssen wir auf die Menschen zugehen und sie für die Natur begeistern“ erläutert Schindler, der die Werbeaktion betreut und auch Ansprechpartner für Rückfragen ist. Ein achtköpfiges Team von jungen Studenten bringt die Semesterferien ein, um Einwohner persönlich anzusprechen. Dabei wird informiert und ausschließlich um eine NABU-Mitgliedschaft mit freiwilligem Förderbeitrag geworben.

Die Studenten tragen Kleidung mit einem NABU-Logo und haben einen Werberausweis, um sich bei den Bürgern als seriöse Vertreter des NABU erkennen zu geben, so wollen wir uns auch bewusst von Spenden sammelnden Trittbrettfahrern abgrenzen.

Foto: Arne von Brill


Am 29. August konnten wir Olaf Tschimpke, NABU-Präsident, Ralf Schulte, Abteilungsleiter Naturschutz des NABU-Bundeverbandes und

Felix Grützmacher, Referent für Moorschutz des NABU-Bundesverbandes auf ihrer Sommertour durch die Moore des Nordens auch im Badener Moor begrüßen. 


Heike Vullmer, Felix Grützmacher und Joachim Schweers erklärten vieles zum ’Stand der Dinge’ und wie die Maßnahme seit dem Start vor ca. 6 Jahren 

umgesetzt wurde. 


Bei einem anschließenden Mittagessen konnten wir noch einiges zur Arbeit des NABU aus der Bundeszentrale aus erster Hand erfahren.


Wir freuen uns, dass das Projekt Badener Moor auch beim Bundesverband viel Beachtung erfährt. 


 

Umweltverbände NABU und BUND kündigen Widerstand beim Genehmigungsverfahren zur Trinkwasserförderung  am Panzenberg an

 

 

 

VERDEN - Auf die Ankündigung des niedersächsischen Umweltministers Olaf Lies (SPD) bei seinem Besuch vor einigen Tagen im Wasserwerk Panzenberg „die jahrelange Hängepartie für den Trinkwasserverband Verden zu beenden und das Verfahren zur Prüfung weniger strenger Bewirtschaftungsziele schleunigst aufnehmen zu wollen“ reagieren die Umweltverbände NABU Verden und BUND Verden verärgert. Ihre Kritik: „Hier scheinen die Grundsätze der Rechtsstaatlichkeit offenbar über Bord zu gehen. Nach Ablauf der Genehmigung im Jahr 2009 habe der Trinkwasserverband Verden erst im März 2015 einen formellen Antrag für ein neues Bewilligungsverfahren beim Landkreis eingereicht, bis heute im Jahr 2018 sind die Antragsunterlagen immer noch nicht vollständig“. Stattdessen werde der Umweltminister Olaf Lies zur Unterstützung nach Verden eingeladen, der bei dem Gespräch ankündigt hat, „das Verfahren zur Entscheidung über die künftige Trinkwasserförderung weiter voranzubringen und Planungssicherheit für den Trinkwasserverband herstellen zu wollen“. Die Umweltverbände BUND und NABU dazu in ihrer Pressemitteilung: „Für die Verzögerungen sei der Trinkwasserverband verantwortlich, damit gehe eine derzeitige „Hängepartie“ allein auf das Konto des Trinkwasserverbandes Verden.“  

 

 

 

Diese ist aber für den Trinkwasserverband durchaus von Vorteil, denn seit Dezember 2009 fördert er auf Grundlage der abgelaufenen ersten Genehmigung, die 1979 erteilt wurde, mit einer vorläufigen Erlaubnis weiterhin Trinkwasser am Panzenberg in einer Höhe von knapp 10 Mio. Kubikmeter jährlich. 90% der Förderung sind für die swb Vertrieb Bremen GmbH (ehemalige Stadtwerke Bremen) bestimmt, die sich in der Vergangenheit unter anderem an dem Ausbau der Versorgungsleitung nach Bremen beteiligt hatten.

 

 

 

Im Oktober 2015 hat der Landkreis Verden dem Trinkwasserverband Verden mitgeteilt, dass die Förderung von Grundwasser im Halsetal aufgrund der nachgewiesenen Umweltschäden den §§ 27 ff Wasserhaushaltgesetz widerspreche und die Bewilligung nach der derzeitigen Sach- und Rechtslage nicht erteilt werden könne. In der Presse wurde darüber ausgiebig berichtet.

 

Anstatt die möglichen Alternativen zur Trinkwasserversorgung Bremens ernsthaft zu prüfen und umzusetzen, möchte der Trinkwasserverband Verden offenbar mit Unterstützung des Umweltministeriums erreichen, dass die Bewirtschaftungsziele für das Halsetal herabgesetzt werden, damit eine Förderung in der beantragten Höhe erfolgen könne, kritisieren die Umweltverbände NABU und BUND Verden.

 

 

 

Dazu sagt Udo Paepke, Vorsitzender der BUND-Kreisgruppe Verden: „Inzwischen ist durch neue hydrogeologische Gutachten bestätigt, dass die bisherige Bewilligung im Jahr 1979 und auch die vorläufige Erlaubnis ab 2009 auf der Grundlage von unzutreffenden Gutachten erteilt wurden.

 

Die damaligen Gutachten attestierten fälschlicherweise wasserundurchlässige Mergelschichten zwischen den Grundwasserstockwerken, so dass die hohe Fördermenge entgegen den Darstellungen des Trinkwasserverbandes sehr wohl zu erheblichen Verschlechterungen der Oberflächenbiotope und zu katastrophalen ökologischen Schäden geführt hat.“

 

 

 

 

 

Rolf Göbbert, 2. Vorsitzender des NABU Kreisverband Verden e.V. ergänzt: „ Das neue Gutachten von Dr. Schmidt zeigt, dass auch das Einflussgebiet der Trinkwasserförderung viel größer ist, als früher behauptet. Das Modell belegt, dass die Grundwasserabsenkungen bis nach Langwedel, Holtebüttel und Völkersen zu spüren sind. Aus eigener Beobachtung als Nebenerwerbslandwirt registriere ich, wie andere Gewässer in der Gemarkung Holtebüttel seit Jahrzehnten immer weniger Wasser führen und die Anzahl der Amphibien drastisch zurückgegangen ist. Die Folgen der Grundwasserabsenkung im Förderungstrichter von bis zu 9,50 Meter sind deshalb nicht einmal die halbe Wahrheit. Die ökologischen Folgen der Trinkwasserförderung schätze ich viel gravierender ein als die der Erdgasförderung. Sind die Anlieger allerdings nicht direkt wie bei der Erdgasförderung durch Erdstöße oder ähnliches spürbar betroffen, regt sich auch kaum Widerstand.“

 

Göbbert und Paepke kündigen im Namen der Umweltverbände NABU und BUND Widerstand gegen eine weitere Bewilligung der Trinkwasserförderung am Panzenberg in einer Höhe von 9,5 Mio. Kubikmeter pro Jahr an und unterstellen, dass eine Alternativenprüfung nicht ernsthaft betrieben werde. Rolf Göbbert vom NABU Verden: „Ich glaube, dass die Trinkwasserversorger hier und in Bremen aus Kostengründen an der bisherigen Trinkwasserförderung weiter festhalten möchten und deshalb an einem Umdenken nicht interessiert sind. Udo Paepke vom BUND Verden  ergänzt: „Wir müssen bei der Förderung von Trinkwasser ein anderes Bewusstsein im Umgang mit der Natur schaffen“.

 

 

 

 

 

Bild: v.l. Rolf Göbbert vom NABU Verden und Udo Paepke vom BUND Verden am Rinnsal der Halse in Neumühlen

 

Foto: Sabrina Paepke

 

Wiedervernässung von Teilflächen im Badener Moor 
NABU unternimmt einen weiteren Schritt zur Erhöhung der Artenvielfalt im Kreis Verden
Der Schutz der Moore als bedeutender Lebensraum für viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten hat eine über 100jährige Tradition im NABU. Aufbauend auf die jahrzehntelange Erfahrung bei der Sicherung der vielfältigen Ökosystemdienstleistungen hat der NABU sein Engagement in den vergangenen Jahren deutlich verstärkt. Mit der Wiedervernässung von Teilflächen des Badener Moores konnte nun in der Stadt Achim Ortsteil Baden im Landkreis Verden ein weiteres Projekt zum Abschluss gebracht werden. 

Nach ersten Gesprächen im Jahr 2012 wurde bei den Eigentümern der Moorflächen um Zustimmung geworben. Insgesamt erwarb die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe bisher über 17 Hektar des  Moorgebietes. Wichtig dabei war, eigentumsrechtlich möglichst zusammenhängende Flächen zu schaffen, um die Wiedervernässung durchführen zu können. Von den projektierten ca. 20 Hektar Moorflächen wurde zunächst in eínem ersten Teilabschnitt eine ca. 7 ha große Fläche "eingedeicht". Durch einen Damm aus Schwarztorf rund um die ehemaligen Torfabbauflächen und Abdämmen des Grabens zwischen den Torfstichen  wurden  die einzelnen Torfabbauflächen kaskadenartig aufgestaut. Jeder Abschnitt wurde mit regulierbaren Überläufen versehen, um Reguliermöglichkeiten zu haben. in Folge des nassen Winters konnte sich seit Fertigstellung der Arbeiten Mitte Dezember schon viel Wasser anstauen.

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