Hilfe für die Hummeln (Juli 2011)

NABU Verden ruft Gartenbesitzer auf

 VERDEN Sie fasziniert durch ihren hubschrauberartigen Flug und gehört zu den wichtigsten Bestäubern der Pflanzen - die Hummel. Ohne sie gäbe es wohl kaum eine Obsternte, und ohne sie wären Wiesen und Gärten artenarm. Denn diese Insekten sorgen durch ihre Bestäubung für Artenvielfalt unter den Pflanzen. Weltweit gibt es zwischen 400 und 500 Arten, teilt der NABU Verden mit. Die Hummeln seien dabei recht friedliche Gesellen, die nur im äußersten Notfall stechen.

 Doch die Tiere haben es in der zunehmend ausgeräumten und bebauten Landschaft immer schwerer, heißt es weiter. Blütenpflanzen verschwinden als Nahrungsquelle, und Unterschlüpfe zum Nestbau werden rar. „Dagegen kann so mancher etwas im eigenen Bereich tun", erläutert Hans-Jürgen Maaß, Insektenexperte beim NABU Verden. Sein Aufruf richtet sich insbesondere auch an alle Gartenbesitzer. „Zunächst ist es wichtig, dass man im Garten oder Kleingarten den wildblumenarmen Monokulturen der intensiven Landwirtschaft etwas entgegensetzt", so Maaß. Dies könne beispielsweise durch Nahrungspflanzen wie Malve, Katzenminze, Lavendel, Sonnenhut, Kugeldistel oder Wildrosen geschehen. Je blütenreicher die Wiesen, desto attraktiver seien diese Lebensräume für Hummeln.

 Mit vergleichsweise geringem Aufwand lassen sich zudem Hummel-Nisthilfen selbst bauen. „Dabei sind die Ansprüche der verschiedenen Hummelarten sehr unterschiedlich", sagt der Naturschützer, „so dass es sinnvoll ist, verschiedene Hummelnisthilfen herzurichten." Dazu zählen etwa ein lang gestreckter, kleiner Hummelkasten aus Holz, der an sonnigen, windgeschützten Stellen aufgehängt werden sollte, ein mit Holzwolle oder Heu gefüllter Erdhummelkasten, der eingegraben und mittels einer Röhre mit der Oberfläche verbunden wird, und andere Nisthilfen, die mit Material gefüllt werden sollten, das die Hummeln an ein Mäusenest erinnert, empfiehlt der Experte.

 VAZ 26.7.2011

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