Biotoppflegegruppe repariert Nistkästen
Mit einem unwillkommenen Besucher mussten im vergangenen Jahr die Vögel im Holtumer Moor rechnen. Denn bei ihrer ersten Nistkasteninspektion in den Waldgebieten rund um den Goystein in diesem Jahr entdeckten die Mitglieder der Biotoppflegegruppe Holtumer Moor des NABU, dass jemand die Brutstätten der gefiederten Moorbewohner aufgebrochen und geplündert hatte.
„Menschen können das nicht gewesen sein", vermutet Hans-Jürgen Maaß vom NABU. „Dafür sind die Nistkästen viel zu weit von den begehbaren Wegen entfernt." Die Naturschützer haben dagegen eher Waschbären im Verdacht. „Er muss irgendeinen Trick gefunden haben, um an die Nistplätze z u kommen", so Maaß. „Daher mussten wir neben der regelmäßigen Reinigung der Nistplätze uns auch eine Sicherung überlegen, die es dem Waschbären schwerer macht." Die Holzkästen für Baumläufer werden daher mit Schrauben zusätzlich gesichert.
Waschbären breiten sich in unserer Region immer weiter aus. Die nacht- und dämmeerungsaktiven Tiere schlafen tagsüber gern in Baumhöhlen alter Eichen. Sie sind Allesfresser, ernähren sich aber hauptsächlich von Früchten, Beeren und Eicheln, aber auch von Eiern, Insekten oder Schalentieren. Durch die Raubzüge der Waschbären rechnet Maaß in diesem Jahr nur mit wenig Vogelnachwuchs.
Eine Vogelgruppe hat es ebenfalls hart getroffen - nicht durch den Waschbären, sondern durch die Witterung. „Die Eulen mussten richtig Federn lassen, denn durch die dicke Schneedecke war es für sie natürlich schwer, auf Mäusejagd zu gehen", bemerkt Maaß.
Dennoch: Der lange Winter ist ansonsten für die meisten Vögel relativ problemlos gelaufen - sie mussten sich lediglich tiefer in den Wald auf Futtersuche begeben", so der Naturschützer.
Aber genaue Erkenntnisse erwartet Maaß erst im Sommer.
Linda Funke, Eckhardt Beyeler und Alfred Ahrend
kümmerten sich um die
Reinigung der Nistkästen.
Wochen-Tipp 11.3.2010